10 grandiose Hüttenwanderungen in den Alpen für 2-5 Tage

Hüttentour Berchtesgaden Königssee Kärlingerhaus Riemanhaus

Von abenteuerlich bis einsam – die besten Hüttentouren in den Alpen ganz nach deinem Geschmack!

Warum in die Ferne schweifen… wenn die Alpen selbst genug abwechslungsreiche Ziele für ein ganzes Menschenleben bieten. Ob gemütlich wandern, Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken, die Möglichkeiten sind Vielfältig. Aber die wohl ursprünglichste Art die Alpen kennen zu lernen, sind Hüttenwanderungen. Wandern von Hütte zu Hütte ermöglicht es, komplett abzuschalten, in den Bergen einzuschlafen und wieder aufzuwachen und urige Hüttenabende zu genießen.

Dabei brauchst du nicht viel, packe nur das notwendigste inklusive deinem Hüttenschlafsack ein und los geht es. Eine Packliste für Hüttentouren findest du übrigens hier. Welche die schönsten, abwechslungsreichsten, panoramareichsten, abenteurlichsten Hüttentouren sind, haben wir dir in unseren 10 grandiosen Hüttenwanderungen in den Alpen für 2-5 Tage zusammengestellt. Der Name der Tour ist jeweils Programm!

Einen kleinen Hüttenknigge findest du auch auf unserem Blog: So wirst du in 10 Schritten fit für das Hüttenleben. Und falls es dich etwas länger in die Berge zieht, empfehlen wir zum Beispiel den Traumpfad München-Venedig.

Hüttenwanderungen in den Alpen

Die einfache Hüttenwanderung auf den höchsten Berg Deutschlands: Zugspitztour übers Reintal, Bayern, Deutschland

Der höchste Berg Deutschlands ist wahrscheinlich auf der Bucket List jedes Bergfans. Wem der Trubel im Höllental zu viel ist oder wer es einfacher mag, sollte die einfachste und ruhigste Route auf die Zugspitze durch das romantische Reintal wählen. Von Garmisch-Partenkirchen aus führt die Hüttenwanderung zur Zugspitze zunächst durch die Partnachklamm. Die enge Schlucht beeindruckt durch die schroffen Felsen und das wilde Wasser und ist das erste Highlight! An der Bockhütte vorbei führt der Weg durch den Wald bis zur wunderschön gelegenen Reintalangerhütte. Nach einer erholsamen Nacht geht es am nächsten Tag weiter aufwärts bis zur Knorrhütte. Dort kann das Gepäck gelagert werden für den weiteren Aufstieg bis zum Gipfel der Zugspitze. Der letzte Abschnitt ist der schwierigste Teil, danach teilt man sich den Gipfel mit allen anderen, die per Gondel oder Bahn zum Gipfel gekommen sind! Auf 2962m gilt es dann das Gipfelglück zu genießen, bevor es wieder hinab bis zur Knorrhütte geht. Von dort führt am nächsten Tag ein abwechslungsreicher Weg über das Gatterl nach Österreich und nach Ehrwald.

  • Dauer: 2-3 Tage. Aufstieg in circa 6h bis zur Knorrhütte, von dort 3h bis zum Gipfel. Abstieg nach Ehrwald circa 5h.
  • Schwierigkeit: Leichte Bergtour bei Aufteilung auf 3 Tage, bis auf den Zugspitzgipfelbereich. Nur im Gipfelbereich sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig, ansonsten ist die Wanderung eher einfach und in kurze Etappen unterteilbar. Der letzte Abschnitt im Gipfelbereich kann auch per Seilbahn überwunden werden, dann eignet sich die Tour auch für Familien oder Wanderer, die sich diesen Abschnitt nicht zutrauen.
  • Mehr Informationen: Ausführliche Beschreibung der Hüttentour durchs Reintal auf die Zugspitze.

 

Die steinige Hüttentour im Nationalpark Berchtesgaden, Bayern, Deutschland

Am weltberühmten Königssee startet diese Hüttentour im Nationalpark Berchtesgaden – ganz gemütlich mit dem Boot! Bevor es aufs Schiff geht, sollte allerdings unbedingt der großartige Blick vom Malerwinkel genossen werden. Wer sehr früh morgens dort ist, hat den Malerwinkel auch mal ganz alleine, wie ich! Dann aber schnell ins erste Boot, dank Elektromotors kann der smaragdgrüne See bis auf die schwatzenden Touristen relativ still wahrgenommen werden. Spätestens wenn der Fährmann die Trompete ergreift und über den Königssee schallen lässt sind alle still und hören auf das unvergleichliche Echo.

Erst an der Salletalm wird ausgestiegen und bevor es in die Berge hinaufgeht, kann dort noch leckere, frische Buttermilch genossen werden. Während die meisten von St. Bartholomä aufsteigen, führt hier ein sehr einsamer und steiler Pfad direkt am Ende des Königssees hinauf. Teilweise seilgesichert, gibt der Sagereckersteig schon bald großartige Blicke auf den Königssee frei. Zum Abschluss noch durch ein wenig Dickicht bis zur nächsten Kreuzung. Ab hier ist der Weg wieder mehr begangen und führt relativ einfach bis zum Kärlingerhaus. Das Schutzhaus ist traumhaft schön am Funtensee gelegen und sehr komfortabel. Am nächsten Tag führt der Weg zum Hirschentörl mit erstem Blick auf das imposante Steinerne Meer. Nach ca. 3h ist man am Ingolstädter Haus und kann entweder hier übernachten, oder wandert weiter mitten durch das Steinerne Meer bis zum spektakulär gelegenen Riemannhaus. Hier bietet sich noch ein Abstecher auf den Sommerstein an. Auf der Terrasse wird der Sonnenuntergang mit Weitblick genossen. Der letzte Tag führt dann auf einem steilen, teilweise seilversichertem Weg bergab nach Maria Alm.

 

Die Highlights Südtirols auf dem Hochpustertaler Höhenweg, Südtirol, Italien

Wer kennt und liebt sie nicht, die Drei Zinnen, das Wahrzeichen der Dolomiten. Zusammen mit dem Pragser Wildsee gehören sie zu den Highlights in Südtirol und können auf dieser tollen Hüttentour entdeckt werden!

Direkt am vielleicht meistfotografiertestem Bergsee der Dolomiten, dem Pragser Wildsee, startet die Hüttenwanderung. (Tipp: startet frühmorgens und genießt den Pragser Wildsee vor dem Massenandrang. Anfang September hatte ich den Pragser Wildsee auf meiner Seekofel Tour fast für mich alleine!). Steil führt der Hochpustertaler Höhenweg hinauf Richtung Seekofel, dann auf dem Weg 4 zur Rossalm und bis zum Gasthaus Brückele. Die zweite Etappe führt über die Plätzweise bis zum Dürrenstein auf 2838m hinauf mit Übernachtung in der Dürrensteinhütte (Rifugio Vallandro). Um den Strudelkopf herum wandert man in der dritten Etappe zum nächsten Highlight, den berühmten Drei Zinnen. Schon von weitem erblickt man die markante Felsformation und wer Glück hat, kann auf der Drei Zinnen Hütte übernachten. Diese Hütte ist allerdings so beliebt, dass eine rechtzeitige Buchung unbedingt notwendig ist, ansonsten auf das Rifugio Lavaredo und andere Hütten ausweichen. Oben bei den Drei Zinnen ist es magisch und so kann der ein oder andere Abstecher von hier unternommen werden, zum Beispiel auf den Paternkofel bei entsprechender Ausrüstung oder mit einer abwechslungsreichen kompletten Umrundung der Drei Zinnen. Die vierte Etappe führt nun wieder hinab bis zur Talschlusshütte und von dort bis nach Moos in Sexten.

 

Die gipfelreiche Hüttenwanderung: 7 Tuxer Summits, Tirol, Österreich

Mehr Gipfel an einem Tag geht nicht! Die 7tuXer Summits Route ist eine anspruchsvolle Hüttentour für alle Gipfelsammler und Panoramafans. Die Tour startet in Innsbruck Igls und führt über Heiligwasser bis zum Patscherkofel Haus (alternativ Auffahrt mit der Patscherkofel Bahn). Von dort führt der beliebte Zirbenweg durch die ältesten Zirbenbestände Europas, eine beeindruckende Wanderung. Über den Höhenweg kommt man zur Glungezer Hütte auf 2610m Höhe. Hoch über dem Inntal thront die Hütte, eine rechtzeitige Reservierung ist notwendig. Jetzt heißt es Kraft sammeln und ausruhen für die morgigen 7 Gipfel!

14km lang führt der seven TuXer summits am nächsten Tag über oft weglosen aber markiertem Pfad nach Süden. Der Weg ist an grandiosen Ausblicken nicht zu überbieten, man wandert von einem Highlight zum nächsten, über steiniges, wegloses Gelände und mit kleiner Blockkletterei, teilweise seilversichert. Nach einem langen, grandiosen Tag kommt man an der idyllisch gelegenen Lizumer Hütte an. Am letzten Tag kann man von hier in nur 2h bis zum Lager Welchen absteigen (von dort Transfer organisieren!).

  • Dauer: 3-5 Tage. Alternativ kann die Tour von der Lizumer Hütte auf dem Inntaler Höhenweg verlängert werden.
  • Schwierigkeit: Schwer. Gute Kondition notwendig. Unbedingt mit dem Hüttenwirt Rücksprache halten, ob die Route begehbar ist. Ausweichvariante über die Alpine Route Gwannsteig.
  • Mehr Informationen: 7 Tuxer Summits 

Glücklichmacher für Bergliebhaber

Fjella Alpenblick Kette, Bergschmuck, Bergkette, Kette mit Bergmotiv

Die anspruchsvolle Hüttentour: Auf die Birkarspitze im Karwendel, Tirol, Österreich

Einen ganz besonderen Gipfel erklimmt man auf dieser Tour im Karwendel. Die Birkarspitze will erobert werden, gibt sich anspruchsvoll und verlangt Kondition. Dafür bietet sie einen 360° Panoramablick und Gipfelglück!

Von Innsbruck aus ist man im Nu in Scharnitz, wo die Hüttentour im Karwendel startet. Zunächst auf einem breiten Fahrweg, dann über angenehmen Almboden und schließlich steil hinauf führt der Wanderweg in 5h bis zum Karwendelhaus. Die DAV Hütte ist gut ausgebaut und gut besucht, abends herrscht prächtige Stimmung im Speisesaal. Das Lager ist zwar riesig aber recht gut aufgeteilt und so ist auch die Nacht angenehm. Eine gute Nachtruhe ist auch notwendig, denn der nächste Tag wird anspruchsvoll! Direkt über der Hütte führt die erste seilversicherte Stelle hinauf auf den Weg Richtung Birkarspitze. Die nächsten drei Stunden wird aufwärts gewandert, zunächst über einen angenehmen Pfad, dann durch Schotter und Geröll. Zwei Schritte aufwärts stehen einem Schritt abwärts rutschen entgegen, aber wer hartnäckig bleibt ist irgendwann an der Scharte angekommen!

Etwas weiter oben ist ein Notfall-Biwak, dass guten Schutz vor Wind und Regen bietet. Bei gutem Wetter heißt es allerdings noch weiter hinaufsteigen, über seilversicherte Passagen bis zum Gipfel der Birkarspitze! Das grandiose Panorama belohnt für alle Strapazen.  Mittagspause und Ausruhen ist Pflicht, denn der Abstieg hat es in sich. Zurück zur Scharte und von dort über seilversicherte Passagen führt der Weg bis zu weiterem Schotter und Geröll. Hinab ist dieser Weg erträglicher, allerdings vorsichtig und mit Rücksicht auf alle aufsteigenden Wanderer. Immer weiter hinab durch das karge, staubige Terrain führt der Pfad bis es auf einmal wieder grüner wird und der Weg breiter. Nun heißt es ein letztes Mal auf einem sanft ansteigenden Pfad hinauf wandern bis hin zum sehr hübsch gelegenem Hallerangerhaus. Nach einer entspannten Nacht steigt man von hier relativ einfach über das Lafatscherjoch nach Innsbruck oder Hall ab, oder über die Kastenalm zurück nach Scharnitz ab.

 

Die markante Hüttenwanderung: Matterhorn Höhenweg, Wallis, Schweiz

Das Matterhorn ist die markanteste Erhebung der Alpen. Der Matterhorn Höhenweg bietet grandiose Blicke auf das Wahrzeichen der Alpen und ist ein einmaliges Erlebnis.

Der Höhenweg startet in Täsch. Über den Täschberg geht es nach Ottavan mit Übernachtung in der Täschalp auf 2.214 Metern Höhe. Am zweiten Tag führt der Europaweg über den Ritzengrat auf das Unterrothorn und zur Fluhalp Hütte. Von dort geht es weiter nach Rotenboden und über den Gletschergarten Dossen in die Gornerschlucht und weiter zum Berghotel Schwarzsee. Hier sollte unbedingt übernachtet werden, um am nächsten Morgen die Spiegelung des Matterhorns im Schwarzsee zu bewundern! Tag 4 führt nach diesem morgendlichen Spektakel zur Hörnlihütte hinauf. Von hier starten auch die Matterhorn Besteigungen und man kommt dem Matterhorn richtig nah. Weiter geht es zur Schönbielhütte mit Blicken auf die Nordwand des Matterhorns und danach zum Berggasthaus Trift und von dort nach Zermatt.

 

Das Wahrzeichen der Alpen eingefangen in der zarten Matterhorn Kette von Fjella
  • Dauer: 4-6 Tage, der Höhenweg kann nach Belieben verkürzt oder verlängert werden
  • Schwierigkeit: Mittelschwer
  • Mehr Informationen: Höhenweg Zermatt

 

Die Hüttentour mit dem schönsten Bergsee im Drei-Länder-Eck: Trans-Rätikon, Liechtenstein / Österreich / Schweiz

Im Rätikon ist man zwischen Liechtenstein, dem österreichischem Vorarlberg und dem Schweizer Graubünden unterwegs. Drei Länder plus gigantischem Panorama und einem der schönsten Bergseen der Alpen, dem Lünersee, versprechen eine ganz besondere Hüttentour auf dem Trans-Rätikon.

In Malbun in Liechtenstein startet die Hüttenwanderung durch das Rätikon. Auf geht’s über den sehr klangvollen Fürstin-Gina-Steig bis zur Pfälzer Hütte. Von hier geht es weiter aufwärts bis auf den Naafkopf, dem Dreiländergipfel auf 2571m Höhe. Gemächlich führt der Rätikon Höhenweg dann hinab bis zur Schesaplanahütte auf 1908m. Etappe drei führt über den Schweizer Steig sehr steil und mit leichten Kletterpassagen auf die Schesaplana. Der Blick von hier oben ist überwältigend, der Lünersee leuchtet türkis. Die Totalphütte am Fuße der Schesaplana wurde diesen Winter leider von einer Lawine zerstört, begrenzte Wiedereröffnung ab dem 20.6.19. Ein Abstieg zur weiter unten, direkt am Lünersee gelegenen Douglasshütte ist daher aktuell anzuraten. Etappe 4 führt über das Schweizertor zur Carschinahütte und von dort am letzten Tag über die Sulzfluh und Tilisunahütte nach Tschagguns.

  • Dauer: 4-5 Tage. Durch die vielen Hütten individuell anpassbar.
  • Schwierigkeit: Überwiegend leicht bis auf den Schweizer Steig auf die Schesaplana
  • Mehr Informationen: DAV Panorama März 2019 

 

Die abenteuerliche Hüttentour im Triglav Nationalpark, Slowenien

Der slowenische Triglav Nationalpark mit den 7 Seen ist ein richtiges Kleinod. Noch nicht ganz so bekannt unter den deutschsprachigen Wanderern, trifft hier üppige Pflanzen- und Seenlandschaft auf karge Karstlandschaft. Das Gesamtkunstwerk ist beeindruckend schön und eine Hüttentour im Triglav Nationalpark gehört auf jede Bucket List!

Von Trenta aus führt ein zunächst einfacher Pfad in die Berge hinein. Immer schmaler schlängelt er sich unter Felsen entlang und bietet Blicke auf die umliegenden Berge. Steiler und steiler geht es hinauf bis zum Pass mit einem unglaublichen Blick zurück: das Tal öffnet sich unter einem und während der Fluss vor sich hin glitzert, kann man sich kaum satt sehen am Blick. Dann ist man auch bereits an der Hütte angekommen, dem Pogačnikov Dom. Eine einfache Hütte, in der man sich sofort wohlfühlt. An dieser Hütte ist der Sonnenuntergang ein absolutes Muss! Die Gipfel werden in warmes Licht getaucht, das Alpenglühen ist unbeschreiblich schön.

Am nächsten Tag geht es sehr früh morgens los. Zunächst leicht bergab, bevor der Anstieg zum Luknja Pass startet. Auf Schutt und Geröll zieht sich der Weg bis zur Scharte. Dort gilt es sich zu entscheiden: Auf dem Bamberger Weg über Klettersteige auf den Triglav, oder doch lieber außen herum? Je nach Wetter, Können und Ausrüstung kann hier spontan die Entscheidung getroffen werden. Der Bamberger Weg ist für geübte ein Genuss, immer höher hinauf geht es bis zum Felsenplateau. Dann führt der Weg relativ flach bis zum Einstieg in den Klettersteig auf den Triglav Gipfel. Bei mir hat zu diesem Zeitpunkt das Wetter leider nicht mehr gestimmt, Sturmböen und Altschneefeldern haben den Aufstieg erschwert und ich war zu durchgefroren um in die Wolken weiterzusteigen. Daher ging es von hier einfach weiter bis zur Hütte, der Koča na Doliču.

Tag drei führt durch das traumhafte 7 Seen Gebiet. Zunächst aber noch einmal hinauf, über einen Pass und durch die grau-weiße karstige Felsenlandschaft. Je weiter es hinuntergeht, desto grüner wird der Weg, traumhaft ist der Kontrast zwischen saftig grünen Pflanzen und grauen Felsen. Die Seen schimmern unendlich klar, türkis, blau, grün und alle Farben zwischendrin. Weiter geht es bis zur Koca pri Triglavskih jezerih, der 7 Seen Hütte. Von dort ist es möglich in 2-3h nach Savica abzusteigen. Oder man wandert weiter bis zur Dom na Komni für eine weitere Hüttennacht und sehr leckeren Apfelstrudel. Von der Dom na Komni geht es dann am nächsten Morgen nach Savica.

 

Die panoramareiche Hüttenwanderung im Naturpark Puez Geisler, Südtirol, Italien

Die Südtiroler Dolomiten sind unser absolutes Traumziel. Der Naturpark Puez Geisler bietet einige tolle Touren inklusive dieser panoramareichen Hüttenwanderung.

Der Rundweg startet in Campill und führt langsam hinauf über die Waldgrenze hinauf bis zu den Hochalmen und immer steiler bis zur Peitlerscharte. Dort führt ein Abstecher auf den Peitlerkofel mit grandiosem Ausblick bevor es zur Schlüterhütte (Refugio Genova) geht. Von dort führt die Hüttenwanderung Puez Geisler zunächst entspannt am Hang entlang bis zur Medalges-Alm. Noch ein wenig kann man das entspannte Wandern genießen, bis man unterhalb der Roa Scharte steht. Jetzt heißt es auf sehr steilem Pfad hinaufsteigen zur Scharte auf 2617m Höhe. Jetzt beginnt der anspruchsvolle Weg aber erst so richtig, ein seilversicherter Weg führt nun durch die Nivesscharte. Nach diesem Kletterspaß für geübte Bergsteiger geht es weiter bis zu Puezhütte für die zweite Nacht auf Hüttentour. Der letzte Tag geht über die steile Puezscharte wieder zurück nach Campill.

  • Dauer: 3 Tage
  • Schwierigkeit: mittelschwer, teilweise exponiert. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig.
  • Mehr Informationen zur Hüttenwanderungen in den Alpen: Routenbeschreibung

 

Die einsame Tour mit uriger Hütte: Der Kreuzeck Höhenweg, Kärnten, Österreich

Wer sich auf Hüttentour durch das Kreuzeck begibt, wandert im Vergleich zu den bekannteren Nachbarn Hohe Tauern noch recht einsam durch fantastische Bergwelten. Abgerundet wird die einsame Hüttentour auf dem Kreuzeck Höhenweg durch urige Hütten wie der einzigartigen Hugo-Gerbers Hütte.

Die Tour startet in Kolbnitz, wo man sich erstmal gemütlich mit der Kreuzeckbahn die ersten Höhenmeter hinauftragen lassen kann. Aufwärts über Serpentinen führt der Weg zur Salzkofelhütte, unterwegs lohnt sich der Abstecher auf den Kleinen Salzkofel. Die zweite Etappe führt weiter mitten durch die Berglandschaft, über Steine, Gras und Gipfel bis zur Feldnerhütte. Die Feldnerhütte versteckt sich hinter einem Felsen, dahinter ein klarer, blauschimmernder See. Wer mutig genug ist, kann sich hier an warmen Tagen erfrischen! Die Hütte ist neu und sehr angenehm, es gibt Schnäpse für die Gäste und als einziger Gast darf ich mit in die Küche zum Karten spielen.

Der nächste Tag ist lang und Trittsicherheit wird gefordert, aber es ist gigantisch schön. Hinauf geht es zunächst zum Kreuzeck. Die unzähligen Seen leuchten inmitten der saftig-grünen Landschaft wohin man auch sieht. Durch Scharten wird gekraxelt und aufgestiegen bis zum Hochkreuz auf 2709m. Der Gipfel bietet einen Panoramablick vom feinsten – und dennoch ist man hier komplett einsam. Mal abgesehen von den Schafen, die weiter unten grasen. Dann geht es weiter in eher schwierigem Gelände mit immer tollem Ausblick bis zur Hugo-Gerbers-Hütte. Die Hütte ist ein kleines Juwel. Es gibt 20 Schlafplätze, eine feine Gaststube, eine Trockentoilette und das „Badezimmer“ ist die Quelle hinter dem Haus. Es gibt keinen festen Hüttenwirt sondern immer 2 Personen, die 1-2 Wochen hier oben bleiben und einen fürstlich versorgen! Als Studenten haben sie damit angefangen und bis heute ist es so geblieben. Einen gemütlicheren Hüttenabend habe ich selten erlebt.

Von der Hugo-Gerbers Hütte führt die vierte Etappe durch Panoramen ohne Ende bis zum Anna-Schutzhaus, eine anspruchsvolle Etappe. Wer noch genug Kraft hat, kann gleich noch bis nach Winklern absteigen, oder eine letzte Hüttennacht bei bester Versorgung genießen.

  • Dauer: 4-5 Tage
  • Schwierigkeit: meist einfach, allerdings ist auf Etappe 3 Trittsicherheit absolut notwendig
  • Mehr Informationen: Tour auf Alpenvereinaktiv 

Welche ist deine liebste Hüttenwanderungen in den Alpen? Hast du noch Fragen oder Tipps? Immer her damit in den Kommentaren!

 

Hüttenwanderungen in den Alpen auf Pinterest merken

Hüttenwanderungen in den Alpen Fjella

 

2 Comments

  1. Liebes Fjella-Team,

    ich bin eben per Pinterest erst auf euren Artikel und dann auf eure tollen Schmuckstücke gestoßen und bin wirklich sehr begeistert! Ich liebe das Wandern und vor allen Dingen die Berge so sehr, da ist euer Blog eine tolle Inspirationsquelle 🙂

    Liebe Grüße
    Fabi

    1. Hi Fabi, vielen lieben Dank! Es freut uns, wenn du Inspiration für die Berge bekommst 🙂 Viele Grüße, Bettina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.