3 abwechslungsreiche Wanderungen im Pitztal

Österreich Pitztal Wanderungen Titelbild Mittagskogel

Grade mal 40km lang ist das Pitztal, das sich dennoch sehr vielfältig vom Hochgebirge mit Gletscher zum lieblichen Grünland entwickelt. Während im Winter am Gletscher Hochbetrieb herrscht, kann man das Pitztal im Sommer ganz wunderbar zu Fuß entdecken. Zahlreiche Wanderrouten im Pitztal locken sowohl Genusswanderer als auch Bergsteiger. Drei sehr abwechslungsreiche Wanderungen im Pitztal möchte ich euch hier vorstellen.

Wanderung zum Rifflsee auf 2.232m Höhe

Eine leichte Wanderung im Pitztal zum Einstieg startet in Großlehn. An der Pitze entlang wandern wir das Pitztal hinauf. Dieser einfache Weg eignet sich ideal zum Aufwärmen vor dem kommenden steilen Anstieg. Kurz nach Tieflehn folgen wir an der Kreuzung dem Wegweiser Richtung Hirschtal. Zunächst durch den Wald führt der Weg schon bald durch das wunderschöne Hirschtal mit vielen Alpenrosen. Der Weg ist schmal und recht steil aber unschwierig. Nach guten 500 Höhenmetern kommen wir etwas oberhalb des Rifflsees an und genießen erstmal den Blick bei einer Pause.

Der Rifflsee ist ein Moränenstausee und erhält seine grünliche Farbe von den Gletschern Seekarlesferner, Löcherferner und Rifflferner, die den See speisen. Der größte See in den Ötztaler Alpen ist ein beliebtes Ausflugsziel in den Sommermonaten, wobei die meisten Wanderer mit der Rifflseebahn auffahren. Inzwischen kann man hier oben sogar mit dem Floß fahren!

Nach der Pause wandern wir auf sehr einfachem Weg um den See herum und steigen dann an der Kreuzung zur Taschach Alpe hinab. Hier kann man ganz wunderbar einkehren, bevor es in 10 Minuten hinab zur Talstation der Gletscherbahn geht. Von hier aus entweder mit dem Bus oder zu Fuß zurück nach Großlehn.

  • Länge: 11km
  • Wegbeschaffenheit: Zunächst einfacher, breiter Weg bis nach Hirschtal, dann schmaler, zum Teil steiler Pfad bis zum Riffel See. Danach einfacher Rundweg um den See und wieder schmaler Pfad bis zur Taschach Alpe.
  • Höhenmeter: +710 hm. akk. / - 470 Hm. akk.
  • Dauer: Gehzeit ca. 4h30 – 5h
  • Niedrigster Punkt: 1.572m
  • Höchster Punkt: 2.279m
  • Rastmöglichkeit: Hütten am Riffelsee, Taschachalpe
  • Link zum Track: http://out.ac/dduJr

Wandern auf den Mittagskogel: Ein leichter Dreitausender mit Panoramablick

Der Mittagskogel mit seinen 3.162 m ist ein leichter Dreitausender im Pitztal mit einem traumhaften Panorama auf die Ötztaler Alpen und den Rifflsee. Dank der Gletscherbahn, dem Pitz Express, geht es in rasantem Tempo die ersten tausend Höhenmeter von 1.740m in Mittelberg zur Bergstation auf 2.840m. Von hier sind es also nur noch gut 300 Höhenmeter zum Mittagskogel.

Von der Gletscherexpress Bergstation führt rechts ein Steig in steinigem, felsdurchsetzen Gelände auf den Mittagskogel. Zunächst führt der Weg durch die Solarfelder hindurch und kreuzt ein paar Mal einen leichten, breiten Weg. Achtung beim Abzweig: der kürzere Weg nach rechts auf den Gipfel ist die einfache Variante. [Wer links abzweigt läuft bis zum Kamm und von dort muss man kraxeln und über seilversicherte Stellen zum Gipfel klettern]. Der rechte Weg ist gut zu gehen und im Rother Wanderführer sogar als familiengeeignet markiert. Auf dem Mittagskogel hat man einen imposanten Ausblick auf das Pitztal, den Riffelsee sowie auf die umliegende Gletscher- und Bergwelt. Der Abstieg erfolgt auf derselben Strecke retour zur Bergstation des Gletschexpress.

Hier sollte man aber noch nicht wieder runterfahren, sondern mit der Gondel weiter hinauf zum höchsten Café Österreichs auf 3440m Höhe. Der Ausblick von oben ist grandios, mit Blick auf die Wildspitze, die Gletscherlandschaft und die Alpen. Heiraten kann man hier oben übrigens auch!           

Nach dem Abstieg sollte man aber noch nicht wieder runterfahren, sondern mit der Gondel weiter hinauf zum höchsten Café Österreichs auf 3440m Höhe. Der Ausblick von oben ist grandios, mit Blick auf die Wildspitze, die Gletscherlandschaft und die Alpen. Heiraten kann man hier oben übrigens auch. Schau mal bei meinem Blogpost zum Heiraten in den Bergen vorbei!        

Wanderung zum Taschachhaus

Eine lange und aussichtsreiche Tour führt vom Pitztal hoch zum Taschachhaus. Um 500 Höhenmeter und ein paar Kilometer zu sparen, fahren wir mit der Rifflseebahn hoch zum Rifflsee. Wir wandern hinunter zum See und queren bei der Grubenkopfstsation den Seebach. Auf dem Fuldaer Höhenweg wandern wir nun am Hang entlang eines gut ausgebauten Wanderweges bis zum Taschachhaus. Der Weg verläuft recht stetig auf ähnlicher Höhe mit großartigen Ausblicken auf die Gletscher und die Wildspitze. Der ehemalige „Kettensteig“ ist seit 2012 schon gesperrt und wird über den Panoramaweg umgangen. Zum Schluss geht es zum Sexegertenbach hinab, über den Bach und in östlicher Richtung zum Taschachhaus, was nach ca. 3-4 Stunden erreicht wird. Hier heißt es erstmal einkehren und den Blick genießen!

Das Taschachhaus auf 2.434 steht in unmittelbarer Nähe zum Taschachferner und ist ein Stützpunkt für Ausbildungskurse und die Besteigung der Wildspitze. Vor einigen Jahren habe ich hier einen empfehlenswerten Gletscherkurs mit Besteigung des Sexegertenferner gemacht, über den ich auf unserem Blog ausführlich berichte.

Der Weg zurück nach Mandarfen erfolgt zunächst steil üüber die Gletschermoräne bis zur Talstation der Materialseilbahn. Von hier aus führt ein sehr einfacher Wirtschaftsweg über die Taschachalm zurück nach Mandarfen. Der Abstieg ist in 2 bis 2 ½ Stunden gut zu schaffen.

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