Der schönste Küstenwanderweg Europas – der Fischerweg in Portugal

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Fischerweg Portugal, Wandern, Küstenweg, Fischerpfad, Weitwandern Yay, was für ein schöner Tag!
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Es regnet. In Strömen. In Portugal. Im April. So richtig darauf vorbereitet sind wir nicht, zumindest nicht mental. An Portugals Westküste würde es schon warm und sonnig sein im April. Aber nach dieser Nacht voll Gewitter bleiben wir lieber noch etwas länger im Bett und einmal draußen nehmen wir lieber noch einen Kaffee an der Ecke, obwohl heute 37km Wanderweg auf uns warten. Und siehe da, die Wolken verziehen sich und wir starten in den zweiten Tag auf dem Fischerweg.

Portugals Südwesten durchzieht ein Netz an Weitwanderwegen von insgesamt 450km, die Rota Vicentina. Am bekanntesten ist der Fischerpfad oder Fischerweg, der Trilho dos Pescadores an der Westküste. Der Hauptweg von 75km wird durch 5 mögliche Anschlusswege (die aber nicht durchgängig sind) ergänzt. Der Historische Weg im Landesinneren ist insgesamt 230km lang.

Die Rota Vicentina. In blau der Fischerweg, in grün der Historische Weg. Karte von rotavicentina.com

 

 

 

 

Fischerweg Tag 1: Porto Covo – Vila Nova de Milfontes. 20km

Wir sitzen in Odeceixe an der Bushaltestelle und warten auf den Bus. Es regnet immer wieder und wir sind froh über das kleine überdachte Häuschen. Der komfortable Bus bringt uns dann nach Porto Covo, wo ein weiterer Regenschauer auf uns wartet sobald wir den Bus verlassen. Lieber noch mal kurz in ein Café verschwinden für einen Galão (portugiesischer Latte Macchiato), der kostet hier in Portugal eh nur 1€ aber dafür trinken wir hier umso mehr!

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Startpunkt des Fischerweges in Porto Covo

Dann machen wir uns aber gegen 12h auf den Weg, 20km führt uns der Wanderweg heute stets an der Küste entlang nach Süden. Das hübsche kleine Dorf Porto Covo lassen wir schnell hinter uns und wandern auf einem schmalen Pfad durch die Dünen. Noch ist der Himmel wolkenverhangen und grau aber die Stimmung gut, ich freue mich endlich wieder auf Tour zu sein. Blau-grüne Streifen weisen uns immer wieder den Weg, da man sich grundsätzlich ohnehin einfach nur an der Küste nach Süden bewegt ist die Wegfindung eine leichte Aufgabe beim Fischerweg.

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Nach kurzer Zeit kommen wir bereits am Praia da Ilha do Pessegueiro an und können jetzt ein gutes Stück direkt auf dem Strand laufen. In der Ferne sehen wir einige Reiter, die im Trab über den Strand hinwegfegen. Wir erreichen die Festung Forte de Nossa Senhora do Queimado und einige Touristen, die mit dem Auto hergekommen sind um die Festung zu besuchen. Wir möchten allerdings weiter, können uns kaum satt sehen an der Küste und der Vegetation. Gelb und pink leuchten die Blüten der Mittagsblume, auch Hottentottenfeige oder Hexenfinger genannt, überall an der Küste.

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Der Himmel scheint ach aufzuklaren und so erleben wir tatsächlich heute nur noch einen heftigen aber kurzen Regenguss. Danach wird es sonnig und warm, das Meer leuchtet türkis-blau und ein starker Wind weht landeinwärts. Die Abschnitte direkt an der Küste wechseln sich mit schönen Partien ein paar hundert Meter weiter im Inland ab. Fast immer geht es aber durch Sand. Mal festeren mal lockeren Sand, der schon bald durch jede Ritze in den Schuh dringt. Mit Turnschuhen kommen wir hier wunderbar zurecht, schwere Wanderstiefel braucht man bei dem Gelände nicht.

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Gebannt schauen wir immer wieder aufs Wasser, durch den Wind sind die Wellen heute besonders stark, die weißen Schaumkronen sind ein wunderschöner Kontrast zu dem türkisenen Meer. An der Steilküste kommen wir dann zu einem ganz besonderen Ort. Ein kleiner Ausläufer des Festlandes ragt wie eine Mini-Halbinsel ins Wasser, vorgelagerte Felsen brechen oder stauen das Wasser und durch den heutigen Wellengang entstehen so wahnsinnig hohe Wellen, die Gischt staubt sogar noch viel höher. Mir ist das irgendwie unheimlich und ich traue mich nicht ganz an den Rand, was wenn die Wellen noch ein bisschen höher kommen, dann bin ich aber ganz schnell weggespült! Die Fischer stört das alles nicht im geringsten. Mit Gelassenheit stehen sie mit ihrer Angelrute am Rand des Abgrunds und warten auf den Fang des Tages. Der Fischerweg zeigt so bereits heute die ganze Bedeutung seines Namens!

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FISCHERweg

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Hoch spritzen Gischt und Wellen

Wir können uns von dem Anblick kaum losreißen, aber ein paar Kilometer haben wir noch vor uns und so geht es weiter durch den blühenden Sand bis wir wieder die Zivilisation erreichen. Die Natur ist aber hier auch noch wunderbar präsent und unzählige rote Mohnblumen leuchten in Kornfeldern am Wegesrand. Kurz darauf haben wir bereits Vila Nova de Milfontes erreicht und durchwandern sie zu unserer Unterkunft am anderen Ende der Stadt. Da morgen ein sehr langer Tag vor uns liegt, wollten wir nicht erst noch morgens die Stadt durchqueren müssen. Nach einer Dusche geht es für uns aber noch kurz in den Supermarkt um die Ecke, die Verpflegung für den morgigen Tag zu kaufen und danach zu einem typisch portugiesischen Restaurant, frischer Fisch und die netteste Bedienung inklusive. Überhaupt, die Portugiesen sind ein sehr herzliches Volk und sprechen fast alle Englisch, wir fühlen uns hier bisher sehr wohl.

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Ein Traum!
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Vila Nova de Milfontes

 

Fischerweg Tag 2: Vila Nova de Milfontes – Zambujeira do Mar. 37km

Es hat die ganze Nacht geschüttet und gewittert, wir drehen uns morgens früh im Bett lieber noch einmal um obwohl ein langer Tag auf uns wartet. Aber dann wagen wir uns doch raus in den grauen Tag, über dem Meer sehen wir aber schon den blauen Himmel hervorblitzen. Der Anfang des Tages ist auch nicht so schön, entlang der Straße geht es zur Brücke über den Rio Mira, die Autos düsen an uns vorbei. Kurz darauf zweigt aber der Weg nach rechts ab und führt über Weidegelände oberhalb des Flusses wieder zurück zur Küste. Der Blick auf Vila Nova de Milfontes ist super und der Himmel jetzt auch schon viel freundlicher. Es wird zum Glück auch nicht mehr regnen heute!

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Auf der anderen Seite des Flusses ist Vila Nova de Milfontes

Durch Büsche wandern wir zum Sandweg, der wieder etwas oberhalb der Küste entlang gen Süden führt. Es ist unglaublich wie viele Blumen hier mitten im Sand blühen – die Wüste lebt! Das Gehen im Sand ist auch nicht unbedingt ohne, aber dafür werden wir wieder mit sagenhaft schönen Ausblicken belohnt. Der gelb, orange, rot leuchtende Sand im Kontrast zu den grünen Pflanzen, den schwarzen Granitfelsen und dem türkisenen Meer mit den weißen Schaumkronen. Einfach traumhaft!

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Was für Farben!

Sehr schnell gehen die ersten 15km bis nach Almograve um. Wir sind noch gut versorgt mit Wasser und wollen daher den Umweg in die Stadt hinein gar nicht erst machen, weiter geht es also an der Küste. Der Leuchtturm von Cabo Sardao kommt schon bald in Sichtweite, aber bis dorthin sind es noch einige Kilometer. Und diese ziehen sich, über Dünen und Hügel durch den Sand bis wir durch einen wunderschönen Wald kommen. Hach, ein bisschen hab ich die Bäume ja schon vermisst, sie spenden kühlen Schatten und der federnde Waldboden tut den Füßen gut.

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Ganz hinten sieht man bereits den Leuchtturm
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Tolle Wegmarkierung

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Das Wasser geht zuneige und so freuen wir uns auf das nächste Dorf Cavaleiro, was laut meiner App ein Café/Restaurant verspricht. Kaum sind wir im Dorf angekommen stolpern wir auch schon über das Eckcafé. Andere müde Wanderer sitzen hier bereits im Schatten, wir bestellen erstmal eine Runde Kaffe, Wasser und Eis. Jetzt erstmal die Beine hochlegen und relaxen, wir haben ja noch einige Kilometer vor uns heute, ungefähr die Hälfte haben wir erst geschafft.

Ausgeruht geht es dann zum Leuchtturm Cabo Sardao und dann wie immer weiter nach Süden. Das Highlight des heutigen Tages wartet auf uns, unzählige Störche bauen hier entlang der Steilküste ihre Nester hoch über dem Wasser auf schmalen Felsspitzen. Hier ist der einzige Ort auf der Welt, wo Störche auf so einem unwirtlichen Ort brüten – 80% der Küken sterben daher auch beim Sturz aus dem Nest ins Wasser oder auf den Felsen. Die Nester sind anfangs schwer zu erkennen, aber als wir das erste entdeckt haben, sehen wir auf einmal an jedem Felsen ein anderes. Der Weg ist nun auch deutlich einfacher zu gehen, kein loser Sand mehr sondern fester Wanderweg – so wird es den Rest des Tages auch bleiben! Auf einmal geht das Wandern wieder wie von selbst auch wenn die Sonne auf uns brennt ist es recht angenehm warm.

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Leuchtturm Cabo Sardao
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Yay, was für ein schöner Tag!

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Wagemutige Klippenstörche

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Der hat auch keine Angst vor uns
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Auf einmal geht das Wandern wie von selbst, zur Musik im Kopf wird auch getanzt

Wenige Kilometer vor unserem heutigen Ziel stoßen wir auf ein weiteres kleines Fischerdorf, Entrada da Barca. Ein nettes Restaurant lädt uns zum nächsten Kaffee und Eis ein bevor wir an der Straße entlang bis nach Zambujeira do Mar wandern. Unsere Unterkunft ist direkt am Ortseingang, aber groß ist der Ort ohnehin nicht. Der heutige Restaurantinhaber spricht ausnahmsweise mal gar kein Englisch und unser Essen ist eine kleine Überraschung, dennoch fühlen wir uns in dem von Einheimischen gut besuchtem Lokal sehr wohl.

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Zambujeiro do Mer in greifbarer Nähe!

 

 

Fischerweg Tag 3: Von Zambujeira do Mar – Odeceixe. 18km

Der letzte Tag steht bereits an, heute sind es nur noch 18km aber nach dem gestrigen langen Wandertag muss der Körper morgens erstmal in die Gänge kommen. Das geht natürlich am besten bei einem portugiesischem Galão mit einem Schokoladencroissant zum Frühstück 😉

Dann aber los, durch die Stadt hindurch und schon stoßen wir auf die ersten anderen Wanderer. Die letzten beide Tage haben wir nur sporadisch andere Wanderer gesehen, heute stoßen wir auf einmal auf mehrere Gruppen. Zum Glück gibt es aber zwischendurch immer wieder auch eher einsame Abschnitte. Heute zeigt das Höhenprofil auch einige Auf- und Abstiege an –wir wurden von einigen Wanderern aus der Gegenrichtung bereits darauf hingewiesen. Gar kein Problem für uns, aber dennoch ein kleiner Unterschied zu den letzten Tagen. Ein weitere traumhafter Tag, ich wiederhole mich ja ungern aber das Meer leuchtet wieder wahnsinnig schön 😉

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Eine Übersicht über den Fischerweg in Zambujeira do Mer
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Zambujeira do Mer

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Der Pfad führt durch den Sand, über kleine Bäche, durch kühle Wälder, Holzplanken, Felsen und seilgesichert einen kleinen Abhang hinab. Ich bin gut drauf und freue mich an der Bewegung, meinen Wanderbegleiter halte ich heute mit vielen Kaffeestopps bei Laune. In Azenha do Mer machen wir Rast in einem Café direkt über der Küste mit tollem Blick und leckerem Kaffee.

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Danach ist der Weg an der Küste nicht mehr weit bis zur Einmündung des Rio Seixe. Dort oben haben wir einen unvergleichlichen Blick auf die Sandzunge, die zwischen Fluss und Meer hineinragt. Richtig paradiesisch wirkt dieser kleine Fleck Erde. Sobald wir an den Fluss abgestiegen sind, kühlen wir auch erstmal unsere Füße in dem Fluss. Es fühlt sich schon fast wie das Ende unserer Wanderung an, in Wahrheit sind es aber noch 5 Kilometer bis nach Odeceixe und zum Auto. Diese führen entlang einer Straße, die auch von Autos genutzt wird und nicht wirklich schön zu laufen ist. Irgendwann erreichen wir aber dann doch unser Ziel Odeceixe, die leuchtend weißen Häuser begrüßen uns und wir feiern das Ende des Fischerweges.

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Die Einmündung des Flusses

 

 

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Odeceixe – der Endpunkt des Fischerweges für uns

 

Infos & Tipps

Den Fischerweg zwischen Porto Covo und Odeceixe kann man problemlos in beide Richtungen gehen. Wir haben die Buszeiten recherchiert (über Rede Expressos) und uns daher entschlossen in Odeceixe zu übernachten und unser Auto dort die nächsten drei Tage stehen zu lassen (kostenloser öffentlicher Parkplatz). Am Morgen ging es gegen 10h morgens mit dem Bus in knapp 90 Minuten nach Porto Covo, dem Startpunkt unserer Wanderung. Zurück haben wir zu Fuß 3 Tage gebraucht!

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Etappen & Unterkünfte: Die vier gängigsten Etappen sind:

  • Porto-Covo – Vila Nova de Milfontes 20km
  • Vila Nova de Milfontes – Almograve 15km
  • Almograve – Zambujeira do Mar 22km
  • Zambujeira do Mar – Odeceixe 18km

In diesen Orten bekommt man auch ohne größere Probleme eine Unterkunft, Restaurants und Supermärkte gibt es dort auch. Wir hätten die 75km gerne auf 3x 25km aufgeteilt, leider ist das ohne (illegales) wildcampen nicht möglich, da es nur eine beschränkte Auswahl an Unterkünften bzw Orten gibt.

Durch den späteren Start mit der Busanfahrt am ersten Tag wäre es für uns dort mit zwei Etappen schwierig geworden. Wir haben uns daher entschlossen die zweite und dritte Etappe zusammenzulegen. Zum Glück sind wir in diesem Fall von Norden nach Süden gewandert, die zweite Hälfte war nämlich deutlich leichter zu gehen (fester Wanderweg und kein Sand).

Eine sehr gute Übersicht über die Route, Unterkünfte & co gibt es hier.

Der Fischerpfad liegt vollständig innerhalb von zwei Naturparks, daher ist es verboten zu zelten oder gar Feuer zu machen. Es gibt einige Campingplätze, die allerdings nicht unbedingt auf der obigen Karte verzeichnet sind.

Markierung: Der Fischerweg ist durchweg sehr gut markiert, es ist einfach den grün-blauen Markierungen zu folgen. Wir haben uns zusätzlich den GPS Weg von Outdooractive auf das Handy geladen.

Schwierigkeit & Reisezeit: Der Fischerweg ist ein recht einfacher Wanderweg, der sehr gut in Schuss gehalten wird. Es gibt nur wenige Höhenmeter zu überwinden, an manchen Tagen aber öfter mal ein wenig auf und ab. Die größte Schwierigkeit liegt darin, über Kilometer hinweg durch Sand zu wandern. Die körperliche Anstrengung ist größer und durch die unvermeidbaren Sandkörner im Schuh entstehen leichter Blasen. Es gibt außerdem kaum Schatten, ihr solltet unbedingt einen Sonnenschutz dabei haben (Sonnencreme, Hut, …) und die Sommermonate Juni-August/September vermeiden. Im April 2018 war es nicht zu heiß und nicht zu kalt, aber einige gehen den Weg auch im Dezember oder Januar. Es sind im April einige andere Wanderer unterwegs, aber es verläuft sich ganz gut, so dass man auch oft ganz alleine unterwegs ist.

 

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