Familienwanderungen in Saalbach-Hinterglemm: Wanderparadies für Kinder

Saalbach-Hinterglemm war für uns lange Zeit „nur“ als Skigebiet ein Begriff. Wir sind letztes Jahr eher zufällig darauf gestoßen, dass es auch ein wirklich tolles Sommerziel für bergliebende Familien ist. Und es hat uns so gut gefallen, dass wir diesen Sommer gleich nochmal dorthin gefahren sind. Wir heißt in diesem Fall Andrea mit Ehemann und der großen (6 Jahre) und kleinen (2 Jahre) Fjella-Tochter. Durch unsere kleinen (1 h) bis mittleren (4 h Gehzeit) Wandertouren haben wir vor allem die große Tochter mit unserer Bergebegeisterung angesteckt. Neben der tollen Natur gibt es in Saalbach-Hinterglemm viele Attraktionen für Kinder, die die Wanderungen kurzweiliger machen oder einen guten Anreiz zum Erreichen des Ziels setzen (Spielplatz Juhuu!).

Vor dem Urlaub hatte ich Wanderführer und Wanderkarte gekauft. Die Touren in den Wanderführern sind jedoch alle zu anspruchsvoll für jüngere Kinder. Wir haben daher fast ausschließlich die örtlichen Wanderkarten mit Tourenbeschreibungen auf der Rückseite genutzt, die an allen Bergbahnen kostenfrei erhältlich sind. Die vorgestellten Touren sind alle gut markiert.

Weitergehende Infos zu allen Touren finden sich auf der offiziellen Homepage von Saalbach-Hinterglemm.

Rätselraten auf dem Reiterkogel: Berg Kodok

Zum „Einwandern“ nach unserer wohnortbedingten Bergabstinenz sind wir dieses Jahr auf dem Reiterkogel mit der Runde Berg Kodok gestartet. Hier helfen die Kinder dem Clown seine Zaubermütze wiederzubekommen, die ihm der finstere Kobold gestohlen hat. Dafür müssen an 10 Stationen Aufgaben gelöst werden, mit deren Lösungssymbolen am Ende der Tour ein Zauberwort gebildet werden kann.

Zuerst geht es mit der Gondel bis zur Reiterkogel Bergstation in Hinterglemm. Vor der Tour unbedingt den Abenteuerpass besorgen, den gibt es kostenfrei an der Kasse unten an der Gondel (und wenn man das vergessen hat auch beim Personal an der Bergstation). Neben der Wieseralm (gleich an der Bergstation) gibt es eine Informationstafel zu dieser Runde. Um die zweite Aufgabe lösen zu können sollte man sich diese gründlich durchlesen (Wir mussten raten …). Zuerst geht es aufwärts auf einem Schotterweg, mit schöner Aussicht über Hinterglemm und das Tal, und die erste Aufgabe lässt auch nicht lang auf sich warten. Nach knapp der Hälfte des Weges geht es dann auf einen „richtigen“ Wanderpfad, wo das Wandern dann auch richtig Spaß macht. Der Weg führt über Wurzeln und Steine, auch mal steil abwärts oder mit Hilfe eines Seils nach oben. Die Tour endet nach einem etwas steileren Abstieg wieder an der Reiterkogel Bergstation.

Die Aufgaben sind abwechslungsreich und können von Grundschulkindern selbständig gelöst werden, Kinder ab 5 Jahren brauchen noch Hilfe beim Lesen.

Wir sind die Tour mit einem Kind in der Kraxe und einem Kind (letztes Jahr 5, dieses Jahr 6 Jahre alt) an der Hand gegangen. Kinder ab 4 Jahren können die Runde schaffen, müssen an den steileren Stellen aber an der Hand gesichert werden. Bis zur Rosswaldhütte (die liegt nicht auf dem Rundweg, ist aber nur ein kleiner Abstecher) ist die Tour auch kinderwagentauglich.

Fakten: 2,1 km, 300 hm aufwärts, 300 hm abwärts, Gehzeit ca. 1,5 Stunden, mit Abstecher zur Rosswaldhütte etwa 2 Stunden, Start und Ende Reiterkogel Bergstation.

Pausen: Wir sind den Abstecher zur Rosswaldhütte gelaufen. Dort gibt es einen schönen Spielplatz, auf dem unsere Kinder sich vergnügt haben. Man kann auch sehr gut dort essen, wir mussten aber  lange auf unser Essen warten. Alternative ist die Wieseralm direkt an der Bergstation (also am Beginn oder Ende der Tour), diese hat ebenfalls einen schönen Spielplatz

Neben Berg Kodok gibt es noch die Expedition Kodok für ältere Kinder. Hier können sich angehende Geocacher üben. Startpunkt ist der gleiche, der Weg verläuft aber anders.

Mehr Infos: https://www.saalbach.com/de/service/infrastruktur/berg-kodok_a_1619 und http://www.kodok.at

Berg Kodok - Geheime Nachrichten
Berg Kodok – Geheime Nachrichten
Berg Kodok - Spannende Wege
Berg Kodok – Spannende Wege
Berg Kodok - Finale
Berg Kodok – Finale

Spielend Wandern: Montelino Erlebnisweg am Kohlmais

Jüngere Kinder (Kindergartenalter) haben sehr viel Spaß auf Montelino‘s Erlebnisweg am Kohlmais in Saalbach. Da die Kohlmaisbahn diesen Sommer (2018) komplett neu gebaut wird, ist der Montelino Erlebnisweg (mit kleinen Kindern) nur schwierig zu erreichen und auch nur in Teilen geöffnet. Wir sind ihn letztes Jahr gegangen, und ab nächstem Sommer (2019) wird er wieder vollständig zugänglich sein. Die Beschreibung bezieht sich auf den „normalen“ Zustand.

Es gibt einen Abenteuerpass mit Aufklebern und Platz für ein Foto, den man an der Kasse kostenfrei erhält. Statt Rätseln müssen hier Spielsachen erkannt und die entsprechenden Symbole aufgeklebt und am Ende richtig zugeordnet werden.

Montelino’s Erlebnisweg startet an der Bergstation der Kohlmaisbahn. Hier hat man einen sehr schönen Blick auf die umgebenden Berge. Der Weg verläuft dann von der Bergstation abwärts bis zur Mittelstation, komplett auf einem Schotterweg, und ist daher kinderwagentauglich. Zu den Spielstationen selbst geht es manchmal auf einem kurzen kleinen Pfad.

Unsere Kinder sind voller Begeisterung auf den verschiedenen Spielstationen umhergetobt. Es gibt viel zu Klettern, das meiste ist für Kinder ab 2 Jahren nutzbar, manche Klettereien ab 4 oder 5 Jahren. Da der Weg nur bergab geht, und die Spielstationen in wirklich kleinen Abständen aufwarten, können auch kleinere Kinder (unsere jüngere Tochter war knapp 2 Jahre) einen Teil des Weges selber gehen. Unsere Highlights waren ein kleiner Bauernhof mit Häuschen, Stall und Tieren aus Holz; die Hirsche, die wir in einem Gehege beobachten konnten; und am Ende des Weges ein wirklich toller Wasserspielplatz.

Fakten: 2,2 km, 400 hm abwärts, Gehzeit ca. 1,5 Stunden, dauert bei spielbegeisterten Kindern aber deutlich länger, Start an der Bergstation der Kohlmaisbahn, Ende an der Mittelstation.

Pausen: Am Ende von Montelinos Erlebnisweg kann man auf der Ederalm (neben dem Wasserspielplatz) oder der Asteralm (direkt an der Mittelstation, eigener kleiner Spielplatz) einkehren.

Mitnehmen: Wechsel- oder Regensachen für den Wasserspielplatz (je nach Wetter)

Mehr Infos: https://www.saalbach.com/de/service/infrastruktur/montelino-s-erlebnisweg_a_1614

Montelino's Erlebnisweg - Spielstation Bauernhof
Montelino’s Erlebnisweg – Spielstation Bauernhof
Montelino's Erlebnisweg - Spielstation
Montelino’s Erlebnisweg – Spielstation
Montelino's Erlebnisweg - Hirschgehege
Montelino’s Erlebnisweg – Hirschgehege
Montelino's Erlebnisweg - Wasserspielplatz
Montelino’s Erlebnisweg – Wasserspielplatz

Für schlechtes Wetter oder einen kleinen Ausflug: Der Märchenwald

Ein netter kleiner Ausflug führt in den Märchenwald. Wir haben den Märchenwald an einem regnerischen Tag besucht, und waren durch die Bäume gut vor dem Nieselregen geschützt.

Der Märchenwald ist unkompliziert im Tal von Hinterglemm zu erreichen. Start ist an der Sport-/ Tennishalle (etwa 400m hinter dem Tunnel Richtung Talschluss). Die Sporthalle ist links, Parkplätze finden sich auf der anderen Seite der Straße, eher davor parken. Zum Eingang in den Märchenwald links an der Sporthalle vorbeigehen. Der Weg ist ein unkomplizierter Waldpfad, jedoch nicht Kinderwagengeeignet. Er verläuft parallel zur Straße in Richtung Ortskern Hinterglemm, am Ende des Weges geht es an der Straße zurück.

Im Märchenwald finden sich liebevoll geschnitzte Darstellungen vieler bekannter Märchen. Unsere große Tochter hatte viel Spaß dabei, die Märchen zu erraten.

Fakten: Kurzer Rundweg durch den Wald, parallel zur Straße. Gut per Auto aber auch zu Fuß vom Ortskern Hinterglemm zu erreichen. Start am Sportzentrum Hinterglemm, Ende in Richtung Ortsmitte, zurück geht es an der Straße entlang. Gehzeit unter 1 Stunde.

Mehr Infos: https://www.saalbach.com/de/service/infrastruktur/maerchenwald_a_1653

Märchenwald
Märchenwald

Diese Wanderung hat die große Fjella-Tochter angefixt: Der Talschluss-Höhenweg

Die schönste Familienwanderung in Saalbach-Hinterglemm war für uns der Talschluss-Höhenweg. Diese Tour hat in unserer großen Tochter echte Wanderbegeisterung geweckt.

Los geht es am Talschluss Parkplatz (Busstation Lengau). Eine Informationstafel gibt dort eine Übersicht über diesen Rundwanderweg. Während die Massen auf die Bimmelbahn warten oder den direkten Wanderweg zu den Talschluss-Attraktionen wählen, biegen wir nach rechts ab. Zunächst führt ein Schotterweg bergauf. Entlang des Wegs gibt es viele kleine Highlights, wie Bäche und Miniwasserfälle, einen Aussichtshochsitz, Blumen am Wegesrand. Insgesamt ist es aber der langweiligste Teil der Tour, und wir mussten der großen Tochter gut zureden, doch weiterzugehen. Die Kleine hat in der Kraxe die Aussicht genossen. Nach einem langen Stück Schotterstraße beginnt endlich der richtige Wanderweg, und ab da macht es richtig Spaß. Wanderpfade mit Wurzeln und Steinen, und vor allem ganz viel Wasser, das den Berg runterkommt. In den Tagen zuvor hat es stark geregnet, und der Wasserstand ist hoch. Größere Wasserläufe können auf Brücken überquert werden, aber an vielen Stellen mussten wir über’s Wasser hüpfen und klettern. Teilweise wurde der Wanderweg selber zum Bach, und wir sind auf den Berghang ausgewichen. Die große Tochter hat voller Begeisterung einen sprudelnden Wasserfall nach dem anderen fotografiert. Bei so viel Ablenkung merkt man gar nicht, dass wir immer noch in den Bergen auf und ab wandern.

Bis zur Ossmann-Hochalm haben wir kaum Menschen getroffen. Niemand kam uns entgegen, nur zweimal wurden wir überholt. Obwohl wir sehr nah an den Talschluss-Attraktionen waren, wurde es erst in deren Sichtweite voll, und das obwohl wir an einem Samstag in den Ferien unterwegs waren. Absolute Empfehlung daher auch für das Naturerlebnis.

Ab der Saalalm kann man schließlich wählen: auf der Schotterstraße oder dem Wanderlehrpfad bis zur Lindlingalm. Der schöne Wanderlehrpfad führt direkt an der beginnenden Saalach entlang, die dabei mehrfach überquert wird. Wir haben dort sogar Pferde getroffen, die die Kinder streicheln durften. Kurz vor der Lindlingalm floss dann der Fluss noch sehr breit über die Straße – hier muss man nicht durch, ein paar Meter weiter kommt eine Brücke.

Talschluss Höhenweg
Talschluss Höhenweg
Über das Wasser auf dem Talschluss Höhenweg
Über das Wasser auf dem Talschluss Höhenweg

An der Lindlingalm erwartet uns dann das Ziel dieser Wanderung. Das Abenteuerparadies im Talschluss. Hier gibt es wirklich Attraktionen ohne Ende.

  • „Golden Gate Bridge der Alpen“ und Baumzipfelweg (hier wird man mit grünen Zipfelmützen ausgestattet, die die Kinder mit Begeisterung getragen haben). Auf dem Baumzipfelweg gibt es viele schöne Spielstation für kleine und große Kinder
  • Hochseilgarten für die Großen (riesig, spannend, voller Spaß, leider erst ab 1,30 m Körpergröße) und Flying Fox
  • Niedrigseilgarten am Ende des Baumzipfelwegs für die jüngeren Kinder (auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge, in deren Eintritt enthalten)
  • Teufelswasser (viele Wasserspielereien für die Kinder)
  • Schnitza’s Holzpark mit geschnitzten Spielen, und Edelsteinsuche im Wasser
  • Jump & Slide (das Einzige, was wir nicht getestet haben)
Teufelswasser
Teufelswasser
"Golden Gate Bridge der Alpen"
“Golden Gate Bridge der Alpen”
Blick vom Baumzipfelweg
Blick vom Baumzipfelweg
Niedrigseilgarten
Niedrigseilgarten

Wir wollten ab der Lindlingalm eigentlich die Bimmelbahn zurück zum Parkplatz nehmen (weil die Kinder das toll finden). Wir haben uns dort aber so lange vergnügt, dass wir die letzte Bahn verpasst haben und dann doch noch runtergelaufen sind. Der Weg geht gleich hinter dem Hochseilgarten links von der Straße ab.

Fakten: 10,1 km, 514 hm aufwärts, 514 hm abwärts, Gehzeit ca. 4 Stunden, zum größten Teil Wanderweg, Start und Ende am Parkplatz/Busstation Lengau im Talschluss. Für die Attraktionen am Talschluss muss unbedingt genug Zeit eingeplant werden!

Pausen: Wir haben nach Bewältigung des größten Bergauf-Teils an der Forsthofalm Pause gemacht. Das ist eine nette ruhige Alm mit schönem Blick über das Tal. Alternativen sind die Ossmann Hochalm (wir sind nur vorbeigelaufen, mit Live-Musik wer’s mag); die Saalalm (auch schön, da waren wir im Vorjahr) und natürlich die Lindlingalm (sehr gut besucht, laut und trubelig) direkt an den Talschluss-Attraktionen. Spielplätze gibt es erst an der Lindling-Alm, aber dafür dann richtig.

Schwierigkeiten: Wir fanden zwei Stellen schwierig, alles andere war mit Kraxe und sechsjährigem Kind sehr gut zu machen. Wir sind einem Abzweig zur Forsthofalm gefolgt, an der wir Mittagspause machen wollten. Der reguläre Weg hatte noch einen Schlenker mehr, führt aber auch zur Forsthofalm (das war uns nicht klar). Dieser war etwas schwierig, steil und rutschig. Bergauf noch machbar mit Hilfe für’s Kind, bergab wären wir das mit Kind und Kraxe nicht gegangen. Die zweite schwierige Stelle war kurz vor der Lindlingalm. Auf dem Wanderlehrpfad wird mehrfach die Saalach überquert. Bei der letzten Überquerung ist der Bach an mehreren Felsen richtig sprudelnd. Er muss überquert werden, in dem man auf einen Felsen im Wasser tritt. Zu weit für kurze Kinderbeine, zu glatt und klein zum Springen. Wir haben es geschafft, unsere Tochter mit Zwischenstation drüber zu heben, beim nächsten Mal würde ich diese Stelle bei hohem Wasserstand umgehen (an der Straße). Reinfallen wäre für mich sehr nass und für die Tochter auch gefährlich geworden.

Alternativen:

Wer mit dem Kinderwagen unterwegs ist kann den Wanderweg vom Parkplatz bis zur Lindlingalm gehen und von dort weiter bis zur Saalalm auf dem Schotterweg.

Mehr Infos:  https://www.saalbach.com/de/tour/talschluss-hoehenweg_1513922#dmdtab=oax-tab1https://www.hochseilpark.at/home/ und http://www.baumzipfelweg.at/

Floraweg auf dem Schattberg – kleine Runde mit Hindernissen aber tollem Kinder-Finale

Der Schattberg begrüßt einen beim Ausstieg aus der Gondel erst einmal mit viel Wind. Darauf sollte man vorbereitet sein, und vor allem die Kinder entsprechend anziehen. Der Schattberg ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen in Saalbach, wir machen diesmal nur eine kleine Runde.

Erstmal geht es den Berg etwas runter in Richtung des neuen Spielplatzes (eröffnet Juli 2018). Damit haben wir Anreize für das Ende der Rundwanderung gesetzt: gespielt wird dort erst, wenn wir zurück sind. Direkt am Spielplatz geht es nach links auf den Floraweg. Es folgt ein wirklich schöner Wanderpfad, erst mit herrlicher Aussicht auf dem Grat entlang, dann durch Büsche, Blumen und Bäume hangabwärts. Wir haben viel Spaß auf dem Weg nach unten zur Limbergalm. Ab der Limbergalm geht es dann bergauf auf einer Schotterstraße. Und diese Schotterstraße zieht sich wirklich hin. Irgendwann kann man dann den Schattberg Ostgipfel wieder gut sehen, ab da stieg die Motivation dann wieder etwas. Am Wegesrand gab es ein paar Kühe, Miniwasserläufe und Autos/Quads, die uns mit hoher Geschwindigkeit überholt haben.

Blick auf den Schattberg-Express
Blick auf den Schattberg-Express
Gratwanderung auf dem Floraweg
Gratwanderung auf dem Floraweg
Blick vom Schattberg
Blick vom Schattberg

Am Schluss der Rundwanderung haben die Kinder sich nach Herzenslust auf dem Spielplatz ausgetobt. Der ist wirklich toll angelegt, mit anspruchsvollen Elementen für größere Kinder, aber auch Spielgeräten für kleine Kinder.

Spielplatz am Schattberg
Spielplatz am Schattberg
Klettern auf dem Schattberg-Spielplatz
Klettern auf dem Schattberg-Spielplatz

Die Gesamtkonstellation des Rundwegs ist nicht ideal. Erst runter dann rauf hat sich für unsere Kinder nicht bewährt. Und denn schönen Teil auf der ersten Hälfte, den langweiligen auf der zweiten Hälfte können wir auch nicht empfehlen. Wir würden daher vorschlagen, den Weg in umgekehrter Richtung zu gehen.

Fakten: 4,1 km, 317 hm abwärts, 317 hm aufwärts, höchster Punkt 2.018 m, Gehzeit etwa 2 Stunden, erste Hälfte Wanderpfad, zweite Hälfte Schotterstraße, Start und Ende an der Bergstation des Schattberg Express.

Pausen: Wir haben aufgrund der kurzen Runde keine Pause gemacht, man kann einkehren auf der Limbergalm oder direkt an der Bergstation des Schattberg-Express.

Mehr Infos: https://www.saalbach.com/de/tour/floraweg_1504200

Kleine Wanderung auf dem Zwölferkogel mit grandiosem Spielplatz-Erlebnis

Als kleiner Ausflug bietet sich der Zwölferkogel in Hinterglemm an. Los geht es an der Bergstation. Dort haben wir erstmal an der Snapshot-Anlage ein Familienfoto gemacht (gar nicht so einfach, wenn man nicht lauter andere Leute drauf haben will …). Dann durften wir Eltern die Aussicht genießen, während die Kinder den Spielplatz unsicher gemacht haben. Der ist wirklich grandios, kann aber erst ab ca. 5 Jahren voll erklettert werden.

Zwölferkogel Gipfelspielplatz
Zwölferkogel Gipfelspielplatz

Anschließend wollten wir eigentlich den Heimat-Rundweg wandern, auf dem man einiges über das Glemmtal lernen kann, während man die tolle Aussicht genießt. Leider war dieser wegen Seilarbeiten gesperrt.

Wir sind stattdessen von der Bergstation zur Mittelstation gelaufen. Der Weg ist ein unkomplizierter Schotterweg, dementsprechend bis auf die Aussicht auch wenig spannend. An der Mittelstation wartet dann aber der nächste tolle Spielplatz. Hier gibt es für größere Kinder ein tolles Slackline-Übungsgelände, während die jüngeren Schaukeln und wippen können.

Zwölferkogel Mittelstation - Schaukeln mit Aussicht
Zwölferkogel Mittelstation – Schaukeln mit Aussicht

Fakten: ca. 4 km, 430 hm abwärts, 1 Stunde Gehzeit, größtenteils Schotterweg, Start an der Bergstation Zwölferkogel, Ende an der Mittelstation

Pausen: Da die Tour so kurz war, sind wir nicht eingekehrt. Auf dem Weg kommt man an der Breitfußalm vorbei, direkt an der Mittelstation liegt die Winkleralm.

Mehr Infos: https://www.saalbach.com/de/service/infrastruktur/heimat-rundweg_a_1612

Familienwanderung zum Gipfel Reiterkogel – erste Gipfelbesteigung für Kinder

Zum Gipfel des Reiterkogel kann man gut als Familie wandern. Wir sind die Tour letztes Jahr ohne die große Tochter nur mit der Kleinen in der Kraxe gegangen. Die Tour ist aus unserer Sicht ab 6 Jahren, wenn die Kinder fit sind auch schon mit 5 Jahren gut machbar.

Start ist an der Bergstation Reiterkogel. Von dort gibt es zwei Alternativen: wir sind den direkten Weg über die Route 5 auf Wanderpfaden bis zum Gipfelkreuz gewandert (ca. 1 Stunde bergauf). Das ist steil, aber auch mit Kraxe gut machbar, keine schwierigen Stellen. Alternativ kann man auf dem Schotterweg bis zur Rosswaldhütte und von dort Richtung Reiterkogel laufen. Das ist nicht so steil, daher für jüngere Kinder einfacher zu gehen, aber deutlich weiter.

Nachdem wir die obligatorischen Gipfelfotos gemacht haben, sind wir dann wieder abwärts gewandert. Dabei geht es über eine Wiese auf der anderen Seite des Wetterkogels Richtung Wetterkreuz und Speicherteich (ausgeschildert). In Schlangenlinien hat es sogar unsere damals noch einjährige Tochter an der Hand den Wiesenweg runtergeschafft. Danach geht es weiter talwärts an der Reiteralm und Sonnalm vorbei. Von beiden Almen aus kann man wieder zur Reiterkogel Bergstation laufen, oder man steigt über den Unterreitweg bis nach Hinterglemm ab.

Wir sind von der Reiteralm noch über den Heilkräuter- und Alpenblumenweg gelaufen, der mit einheimischen Pflanzen und Informationen dazu aufwartet.

Wer gern einsam wandern will ist auf dem Reiterkogel leider falsch. Auf dieser Tour war richtig viel los.

Fakten: 7,9 km (bzw. abweichend je nach Alternative), 384 hm aufwärts, 829 hm abwärts (wenn man bis ins Tal läuft). Gehzeit 4 Stunden (bis ins Tal), bis Bergstation ca. 3 Stunden; Start an der Bergstation Reiterkogel, Ende entweder dort oder im Tal

Pausen: An der Reiteralm, Sonnalm oder direkt an der Bergstation an der Wieseralm (mit schönem Spielplatz)

Mehr Infos: https://www.saalbach.com/de/tour/reiterkogel_1498230 und https://www.saalbach.com/de/service/infrastruktur/heilkraeuterweg_a_1613

Blick vom Reiterkogel
Blick vom Reiterkogel
Reiterkogel Heilkräuterweg
Reiterkogel Heilkräuterweg

Stemmerkogel: Gipfeltour als Herausforderung für Kinder ab 6 bis 8 Jahren

Die Tour auf den Stemmerkogel ist die längste, die wir mit Kind in der Kraxe unternommen haben. Die große Tochter war nicht mit. Wir haben aber andere Kinder auf dem Weg getroffen, und unsere Einschätzung ist, dass die Tour für fitte Sechsjährige bereits machbar ist.

Start der Wanderung ist die Bergstation des Schattberg-Express in Saalbach. Die Bergstation liegt auf dem Schattberg-Ostgipfel. Von dort geht es erst einmal den Hang runter für alle dort startenden Wanderwege. Dabei muss man seit Anfang Juli 2018 an einem tollen Spielplatz vorbei – ggf. am Start dafür schon Zeit einplanen. In der Senke teilen sich die Wanderwege dann auf. Da die Wegbeschreibung sehr sparsam war, und die Pfeile nicht ganz eindeutig, sind wir dann auf dem steilen Schotterweg rechts zum Schattberg-Westgipfel gewandert. Unsere kleine Tochter hatte überdies beschlossen, keinen Schritt mehr weiterzugehen und sich nur von Mama tragen zu lassen, so dass ich auch noch die Kraxe mit 15 kg Kind den steilen Weg nach oben schleppen durfte. Oben am Schattberg West startet für die Mountainbiker der Hacklberg-Trail, und sogar die E-Biker haben hier den Berg rauf geschoben.

Sehr viel sinnvoller ist es, in der Senke nach links weiterzugehen. Dabei wandert man auf einem Schotterweg ca. ¾ um den Schattberg West herum und biegt dann wieder nach links auf einen Wanderweg am Hang entlang ab. Dieser Wanderpfad führt dann ebenso zum Stemmerkogel.

Blick vom Schattberg
Blick vom Schattberg

Vom Schattberg West (bzw. nach dessen Umrundung) kann man schon den Stemmerkogel als nächsten Gipfel sehen. Erst nochmal wieder runter und dann gleich wieder hoch wandert man dann auf schönen Pfaden. Ein bisschen kraxelig und felsig wird es dann kurz vor dem Gipfel des Stemmerkogels, aber auch mit Kraxe ist die Strecke gut machbar, Kindern macht gerade die Kraxelei sehr viel Spaß. Wir haben Anfang Juli sogar noch etwas Schnee gefunden, zur großen Freude des Töchterchens. Vom Gipfel geht es erst steil, dann sanfter wieder runter Richtung Saalbachkogel. Ca. in der Mitte zwischen den beiden Gipfeln geht dann ein Weg nach rechts ab, ausgeschildert zur Hacklbergeralm (geradeaus geht der Pinzgauer Spaziergang weiter). Die dann folgende Strecke ist aus unserer Sicht der schönste Teil der Tour: In Schlangenlinien geht es sanft abwärts durch Hänge voller Buschwerk und Blumen, während man die Aussicht über’s Glemmtal genießen kann.

Stemmerkogel
Stemmerkogel
Blick vom Stemmerkogel
Blick vom Stemmerkogel, in Richtung der nächsten Gipfel auf dem Pinzgauer Spaziergang
Abstieg vom Stemmerkogel
Abstieg vom Stemmerkogel
Auf dem Weg zur Hacklbergeralm
Auf dem Weg zur Hacklbergeralm

Ab der Hacklbergeralm geht es dann auf einem Schotterweg bis Hinterglemm. Der Weg ist einfach, zieht sich aber ein bisschen hin. Unterhaltung gibt es durch den Hacklbergtrail der oft direkt an der Straße langführt, wodurch man die Downhill-Fahrer gut beobachten kann. Anschließend kann man die Skiinfrastruktur bewundern. Unterhalb des Speicherteichs kommt eine Weggabelung, links geht es über eine Straße in den Ort, rechts auf dem Gerstreit-Rundweg relativ steil und eng durch den Wald (mit Kraxe nicht optimal!) oder auf einem Schotterweg zum Ortsausgang.

Fakten: 11,5 km, 528 hm aufwärts, 1.294 hm abwärts, höchster Punkt 2.128m, Gehzeit ca. 4 Stunden, Start an der Bergstation Schattberg-Express (Saalbach), Ende in Hinterglemm. Zwischen Saalbach und Hinterglemm verkehrt regelmäßig ein Postbus, alternativ kann man entlang der Saalachpromenade auch laufen.

Pausen: Hacklbergeralm (passt zeitlich am besten in die Wanderung; Mini-Spielplatz), alternativ der Bergstadl, da ist man aber schon fast in Hinterglemm.

Mehr Infos: https://www.saalbach.com/de/tour/stemmerkogel_1534928

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