7 Tipps für das Wandern mit Kindern

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Als berg- und wanderbegeisterte Eltern stellten auch wir uns – so wie viele andere auch – die Frage, ab wann wir mit unseren Kindern die ersten Touren unternehmen können, und vor allem, wie es gelingt, dass alle dabei Spaß haben. Denn wenn nur noch zu hören ist: „Wann sind wir endlich daaa?“, „Mir tun die Beine weeeh“, „Ich kann nicht mehr!“, dann können weder Eltern noch Kinder das Wandern genießen.

Als Hilfestellung für andere Familien haben wir die Ergebnisse unserer Recherchen, Gespräche und vor allem unsere eigenen Erfahrungen zusammen getragen. Hier kommen unsere 7 Tipps zum Wandern mit Kindern.

Ab welchem Alter kann man mit Kindern wandern gehen?

Mitnehmen auf Wanderungen kann man schon Babys. Ab ca. 6 Monaten sind kurze und einfache Touren möglich, wenn die Eltern sich und ihr Kind dafür bereit halten. Kleinkinder ab ca. 2 Jahren können einen (kleinen) Teil der Wanderung selbst bewältigen, müssen aber zum größten Teil getragen werden.

„Richtig“ selber wandern können Kinder ab etwa 4 Jahren, natürlich eher kurze Touren. Mit 6 Jahren sind auch schon längere Touren mit deutlichen Höhenmetern möglich

Hier wandern beide Kinder, 2 und 6 Jahre alt

Wie lang und weit kann ich mit Kindern wandern?

Am Anfang sollten die Wanderungen nicht mehr als 1-2 Stunden dauern. Alle Beteiligten müssen sich erst daran gewöhnen. Das kann man mit der eigenen Erfahrung dann nach und nach steigern.

Bei der Planung sind dabei sowohl Strecke als auch Zeit zur berücksichtigen.

Der Deutsche Wanderverband empfiehlt als Faustregel für entspannte Wanderungen mit Kindern: Weglänge = Lebensalter mal 1,5. Vierjährige halten nach dieser Regel also 6 km durch, Sechsjährige ca. 9 km. Außerdem werden dabei je 100 Höhenmeter als ein Kilometer gewertet.

Vor allem aber muss man daran denken, dass man mit Kindern viel langsamer unterwegs ist. Grundsätzlich gilt dabei, dass der/die Langsamste das Gehtempo bestimmt. Gehzeitangaben (aus Wanderführeren oder Ausschilderungen) kann man nach Angaben des Österreichischen Wandervereins x 1,5 rechnen. Neben der reinen Gehzeit sind auch erheblich mehr und längere Pausen einzuplanen.

Zu Beginn sind wir mit dieser Empfehlung gut gefahren. Unsere große Tochter war 6, als wir mit ihr die ersten Touren gemacht haben, die ich ernsthaft als Wanderung bezeichnen würde, und die auch deutlich über die Empfehlungen des Wanderverbandes hinausgingen. Das heißt 10-12 km, 4-5 Stunden Gehzeit, und mehrere hundert Höhenmeter hoch und runter. Dazu kommen insgesamt ca. 2 Stunden Pause, so dass man dann durchaus auch 7 Stunden unterwegs ist. Wir haben uns dahin aber „hochgearbeitet“, und den Wanderurlaub mit kürzeren Touren begonnen.

Wenn man ein Kind in der Trage/Kraxe dabei hat ist auch zu berücksichtigen, dass das Kind nicht stundenlang darin sitzen möchte/sollte. Daher sollte man sich auch wenn man „nur“ ein Kind in der Tragehilfe hat, in der Tourenlänge beschränken. Unsere kleine Tochter macht 4 bis 5 Stunden mit ausreichend Pausen und eigenen Laufetappen gut mit.

Wo kann ich mit Kindern gut wandern gehen?

Bei unseren Wanderungen ohne Kinder haben wir Gebiete bevorzugt, die eher wenig erschlossen sind, und bei denen man in Ruhe wandern kann. Mit den Kindern haben wir einige Kriterien geändert.

  • Gondeln: Bergwanderungen vom Tal zum Gipfel sind für jüngere Kinder meist noch nicht möglich. Daher fahren wir inzwischen sehr gerne mit einer Gondel hoch (ggf. auch nur bis zur Mittelstation), um interessante Wege und Aussichten zu erreichen und “höher” wandern zu gehen.
  • Spielplätze: Für die Kinder ist eine Möglichkeit zum Spielen in den Pausen und am Ende sehr viel wert. Das können „richtige“ Spielplätze sein, oder Baumstämme zum Balancieren, ein Laubhaufen um darin zu toben etc. Wir versuchen immer herauszufinden, ob es so etwas gibt auf einem Weg. (Spielplätze sind in der Regel eingezeichnet, sonst in Hotel / Hütte / Touristinfo fragen.)
  • Wasser: Wasser ist immer toll, Kinder sind begeistert von Wasserfällen und spielen sehr gerne in und an Bächen oder Bergseen. Wenn es möglich ist, versuchen wir, Wasser in die Tour einzubauen.
  • Bergauf und Bergab: Wenn es geht solltet ihr unbedingt erst hoch und dann runter wandern (fällt uns Erwachsenen auch leichter …). Das ist eigentlich der Normalfall, aber wenn man Touren an der Bergstation einer Gondel beginnt, kann es auch anders sein, und wir können es nicht empfehlen.
  • Erreichbarkeit: Es ist sehr beruhigend, wenn es Möglichkeiten gibt, die Strecke abzukürzen, wenn die Kinder nicht mehr können, nicht mehr wollen, es anfängt in Strömen zu regnen etc.
Wandern am Wasser
Spielplatz als Kinder-Berghighlight

(Buch-)Wanderführer sind in der Regel nicht so gut geeignet, um gute Strecken mit Kindern zu finden, außer es sind spezielle Kinderwanderführer. Die beschriebenen Touren sind meist viel zu lang. Wir haben vor Ort (z.B. auf kostenlosen Wanderkarten der Touristinfo oder der Bergbahnen, oder durch die Ansprechpartner vor Ort) schöne familiengeeignete Touren gefunden.

Welche Wege eignen sich für Wanderungen mit Kindern?

Am besten sind „richtige“ Wanderwege, bei denen man auch mal über eine Wurzel steigen muss, Wasser überqueren, über Steine kraxeln. Dadurch sind die Kinder allein schon durch das Gehen an sich beschäftigt. Außerdem gibt es direkt am Wegesrand viel zu sehen und zu entdecken. Forstwege und Schotterstraßen hingegen sind eher langweilig.

Man kann den Kindern hier ruhig einiges zutrauen. Da Kinder auch im Alltag sehr viel mehr klettern und kraxeln als Erwachsene, sind sie auch in den Bergen meist ziemlich trittsicher unterwegs.

Spannende Wanderpfade

 

Kraxelei über Steine – für Kinder eher Spaß als Schwierigkeit

In vielen Regionen gibt es auch spezielle Familienwanderwege, die mit Spielplätzen, Aufgaben und anderen Highlights für Kinder ausgestattet sind. Wir haben z.B. die Familienwanderwege in Saalbach-Hinterglemm ausgiebig getestet.

Wie halte ich Kinder beim Wandern bei Laune?

Am wichtigsten sind natürlich: schöne Wege, spannende Ziele, tolle Erlebnisse unterwegs.

Für Kinder ist es toll, mit anderen Kindern unterwegs zu sein. Gemeinsam kann man alles viel besser erkunden, und die Wanderung vergeht viel schneller. Nutzt also die Möglichkeit, mit anderen Familien wandern zu gehen, wenn es sich ergibt. Das können gute Freunde oder Verwandte sein, wir waren aber auch schon mit großem Spaß mit neuen Urlaubsbekanntschaften unterwegs.

Bei uns hat auch die richtige Wanderausrüstung wahre Wunder gewirkt. Richtige Wanderschuhe und Wanderstöcke haben unserer Tochter das Gefühl gegeben, als Wandererin ernstgenommen zu werden. Außerdem können auch Kinder ab 4 oder 5 Jahre ihren eigenen Rucksack mit Wasserflasche und Regenjacke tragen.

Wenn es trotz schönem Weg langweilig wird, oder sich Passagen auf Forststraßen nicht vermeiden lassen, dann braucht man zusätzliche Motivationsanreize:

  • Fernglas: Für die Kinder wahnsinnig spannend. Kleine Kinder brauchen aber noch Hilfe, um wirklich irgendetwas dadurch zu erkennen.
  • Fotoapparat: Blumen, Wasserfälle, Aussicht: unsere große Tochter fotografiert mit großer Begeisterung und kommandiert uns inzwischen auch in Position. (Sie hat eine alte kleine Digitalkamera, wichtig ist vor allem ein ausreichend großes Display.)
  • Geschichten erzählen: z.B. können die Lieblingshelden gerade Ähnliches erleben, wie das Kind.
  • Wissenswertes vermitteln: Unterwegs kann man den Kindern viel beibringen, z.B. wie Wasserfälle entstehen, warum Steinhaufen herumliegen, welche Berge einen umgeben etc. Zumindest bei uns kommen die Fragen sowieso, und wenn es passt holen wir bei den Antworten auch mal weiter aus.
  • Singen: Die meisten Kinder singen gern. Wir singen beim Wandern alle möglichen Lieder, aber vor allem Wanderlieder kommen gut an, unser Highlight ist „Links zwo drei vier – ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm“.
  • Rätsel lösen: das können Fragen zur Umgebung sein, aber auch ganz allgemein Rätsel und Knobeleien.
  • Schnitzeljagd: gerade wenn man mit mehreren Kindern und Erwachsenen unterwegs ist ergibt sich oft die Möglichkeit, dass einer vorgeht und eine kleine Schnitzeljagd vorbereitet (mit Wegmarkierungen, mit kleinen Aufgaben etc.). Das geht auch ohne Vorbereitungsaufwand mit Stöckchen und Steinchen und Aufgaben ohne Zubehör. Wenn ein Motivationsloch oder eine langweilige Strecke erreicht ist, kann man damit in der Regel schnell die Begeisterung wieder heben. Kleine Süßigkeiten sind eine einfache aber schnelle Möglichkeit zur Belohnung.
  • Ein Tourenbuch: der nächste Hüttenstempel will schließlich erwandert werden.

Wie transportiert man am besten kleine Kinder beim Wandern?

Grundsätzlich gibt es zwei Optionen: Schieben oder Tragen. Es gibt Kinderwagen / Jogger, die auch für Bergwege geeignet sind. In der Regel sind das dreirädrige sportliche Wagen (z.B. umbaubare Fahrradanhänger), die unbedingt für das Bergab-Gehen unbedingt über eine Handbremse verfügen sollten, und mit einer Handschlaufe gesichert werden können. Ein Wagen begrenzt einen beim Wandern jedoch auf eher flache und breite Schotterstraßen/Forstwege. Wir haben auch Kinderwagen (sogar normale!) auf steilen und schmalen Wanderwegen gesehen haben, das war offensichtlich keine Freude für die Beteiligten.

Wer also auch auf richtigen Wanderwegen unterwegs sein möchte, für den kommt eigentlich nur Tragen in Frage. Babys und jüngere Kleinkinder (bis 1,5 oder 2 Jahre) werden am besten im Tragetuch oder in einem Babytragesystem (z.B. Manduca) getragen. Meiner persönlichen Meinung nach lassen sich auch 2-3 Jährige noch hervorragend in einem guten und in der Größe geeigneten Babytragesystem transportieren. Etwas „ältere“ Kleinkinder (meiner Einschätzung nach frühestens ab 1,5 Jahren) können auch einer Rückentrage / Kraxe getragen werden.

Ein Babytragesystem bzw. ein Tragetuch haben drei große Vorteile: sie werden auch genutzt, wenn man nicht in den Bergen unterwegs ist, das Kind kann sich also daran gewöhnen; das Kind wird von allen Seiten gestützt und kann hervorragend darin schlafen; das Kind trägt sich erheblich leichter, da der Körperschwerpunkt nah am Körper des Tragenden liegt. Nachteile sind, dass das Kind wenig Bewegungsspielraum hat, was ältere Kleinkinder nicht so gut finden, und es ist durch die körperliche Nähe warm.

In der Babytrage mit 10 Monaten
In der Trage mit 1,5 Jahren

Eine Kraxe ist wie ein kleiner Thron für die Kinder. Wenn Sie wach sind, können Sie wunderbar die Umgebung beobachten. Schlafen geht aus meiner Sicht schlecht in der Kraxe. Sowohl in unserer Kraxe als auch in allen anderen, die ich bisher mit schlafendem Kind gesehen habe, fällt irgendwann der Kopf ungünstig zur Seite oder nach vorne. Der Schwerpunkt ist weiter weg und man fühlt das Gewicht deutlicher. Unser Hauptgrund für eine Kraxe war aber, dass der Papa sich damit sportlicher fühlt (und ich ihm gerne die 15kg bergauf überlassen habe …).

Ausguck in der Kraxe

 

Ungünstige Schlafposition in der Kraxe

 

Wenn man mit Tragekind wandern geht ist es am besten, wenn eine weitere erwachsene Person das restliche Gepäck trägt. Kraxen bieten in der Regel zusätzlichen Stauraum, wir haben das aber maximal für leichte Regenjacken o.Ä. genutzt, Getränke und Essen für alle waren stets im separaten Rucksack.

Wir haben unsere kleine Tochter diesen Sommer mit knapp 3 Jahren das letzte Mal getragen. Sie passte kaum noch in die Kraxe, und Papas Knie waren bergab von den 15kg auch nicht sonderlich begeistert. Ab 4 Jahren können und müssen Kinder daher den größten Teil der Wegstrecke selbst erledigen. Nur für den Notfall müssen dann Papas Schultern oder ein Tragesystem (passt oft noch in/an den Rucksack) herhalten.

Welche Ausrüstung brauche ich beim Wandern mit Kindern?

Wanderschuhe:

Wanderschuhe sind aus unserer Sicht das Wichtigste. Wir sind mit Turnschuhen gestartet, aber gerade bergab war das viel zu rutschig. Als die große Tochter richtige Wanderschuhe hatte, haben wir uns auch mehr getraut, auch nasse Wege waren kein Problem mehr. Wir haben günstige Wanderschuhe gekauft, aber stabil, bequem und wasserdicht sowie mit gutem Profil ausgestattet sind. Unsere Tochter findet sie so toll, dass sie auch im Frühling und Herbst zuhause in der Stadt viel zum Einsatz kamen. Wer viel wandert, bei dem lohnen sich auch Wandersocken.

Kleidung:

Die Kleidung muss bequem sein und dreckig werden dürfen, besondere Wanderbekleidung ist aus unserer Sicht nicht notwendig. Ganz wichtig ist aber Wechselkleidung, wir haben immer mindestens einen kompletten Satz dabei, wenn viel Wasser dabei ist auch mal einen zweiten Satz.

Wie bei den Erwachsenen ist ein Zwiebelprinzip mit mehreren Lagen Kleidung sinnvoll. Regenjacke und Regenhose (!) verstehen sich von selbst. Einen Sonnenhut solltet Ihr auch immer dabei haben, wenn die Kinder mögen auch eine Sonnenbrille. Sinnvoll sind auch Halstuch und Mütze (gerade in höheren Lagen wo es oft windig ist). Uns hat ein Buff gute Dienste getan (vor allem bei Wind), der vielleicht auch deswegen so begeistert genutzt wurde, weil Mama auch einen nutzt.

Kindern wird in den Pausen und wenn sie müde sind viel schneller kalt als Erwachsenen. Nachdem wir unser Fleece mehrfach an die Kinder losgeworden sind (und uns dann auch kalt war), nehmen wir inzwischen für die Pausen nochmal zwei Schichten mit, auch an Sommertagen Mütze und Handschuhe wenn es in windigere Höhen geht.

Tragekinder: Denkt daran, dass Kinder in Trage/Kraxe sich nicht selbst bewegen, und ihnen daher noch viel schneller kalt wird. Hier also gerne 1-2 Schichten mehr von Anfang an anziehen. Achtet auch darauf, dass die Hosen lang genug sind, oder Kniestrümpfe oder Stulpen verwenden, da die Beinchen sonst Sonne und Kälte ausgesetzt sind.

Essen und Trinken:

Genug Wasser für alle ist das Wichtigste, erinnert auch die Kinder daran, ausreichend zu trinken.

Auch wenn wir auf einer Hütte einkehren wollen nehmen wir ausreichend zu essen mit, gerade mit Kindern klappt es nicht immer, den Zeitplan einzuhalten. Und hungrige Kinder bei Laune und konzentriert zu halten ist wirklich schwer.

Kleine Snacks zwischendurch sind gerade bei jüngeren Kindern wichtig: Obst- und Gemüsestücke, Früchte-/Getreideriegel, Trockenfrüchte, Kekse, auch kleine Süßigkeiten.

Mini-Apotheke:

Sonnencreme, Pflaster, Desinfektionsmittel und eine Rettungsdecke sind aus unserer Sicht die Grundausstattung.

Kinder-Wanderstöcke:

Auf einfacheren Strecken meist nicht notwendig. Unsere Tochter hat aber mit so großer Begeisterung unsere Wanderstöcke genutzt, dass sie nun eigene Kinderwanderstöcke hat.

Ausgestattet mit Wanderschuhen und Wanderstöcken

Kraxe:

Es gibt Kraxen in vielen Preisklassen. Da die Nutzungsdauer in der Regel in einer Familie nur kurz ist, gibt es auch gute Gebrauchtangebote. Gut erhaltene Kraxen haben einen hohen Wiederverkaufswert, der die Entscheidung für ein teures Modell ggf. vereinfacht.

Wir haben zum Thema Kraxe sehr ausführlich recherchiert und haben folgende Kriterien angelegt:

  • Fußstützen für’s Kind: sonst baumeln die Beine rum, die volle Last liegt eher unschön im Genitalbereich der Kinder. Das haben nicht viele und es schränkt die Auswahl deutlich ein, kann ggf. aber auch improvisiert werden.
  • Kissen oder andere Möglichkeit für das Kind, den Kopf abzulegen (bringt aber in der Praxis leider nicht so viel). Da kann man ggf. selber was anbringen.
  • Verstellbare Rückenlänge (haben wir aber meistens doch nicht verstellt …)
  • Sonnen-/Regendach: hat sich sehr bewährt

Stauraum war uns nicht wichtig, das Kind ist schon schwer genug, den Rest muss ein anderer Erwachsener tragen. Wenn man alleine mit Kind geht, muss man das natürlich berücksichtigen.

Es gibt neben dem Regendach oft auch noch komplette Regenhüllen. Hatten wir nicht, wir haben bei Regen dem Kind Regensachen angezogen, dazu muss man aber wieder alles abschnallen etc. – halte ich also schon für sinnvoll (aber eben nicht notwendig).

Ich empfehle darauf zu achten, dass der Größenverstellbereich für das Kind ausreicht. Bei uns hat mit knapp 3 Jahren die Größe gerade noch gepasst, aber nicht mehr die Verstellmöglichkeit der Fußstütze, da musste ich dann andere Halterungen zweckentfremden. Und was wir an unserer Kraxe sehr anstrengend fanden war das An- und Abschnallen. Testet das beim Kauf mal mit Kind drin.

Wichtigstes Zubehör zur Kraxe sind aber Wanderstöcke. Bergauf geht auch ohne, aber bergab danken es die Gelenke des Tragenden sehr, und es gibt auch viel mehr Sicherheit an steilen Stellen.

„Sicherheitsausrüstung“

Von uns selbst noch nicht genutzt, aber als sehr sinnvoll erachtet: auf schwierigeren Strecken (oder mit jüngeren Kindern) können Eltern die Kinder auch dauerhaft mit einem Klettergurt sichern. D.h. wenn das Kind irgendwo abrutscht, wird es von einem Elternteil aufgefangen. Wir gehen keine wirklich schwierigen Strecken, aber gerade wenn es relativ ungesichert über’s Wasser geht oder es rutschig ist, hätte mich eine solche Gurtlösung beruhigt.

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