Hochgrat | Allgäu | Deutschland

Was ist dein Lieblingsberg?

Mein Lieblingsberg ist der bei uns im Allgäu sehr bekannte Hochgrat. Er liegt in den Allgäuer Alpen und ist mit seinen 1834 m ü. NN die höchste Erhebung im gesamten Allgäuer Voralpenland sowie des Höhenzuges Nagelfluhkette, eine markante Bergkette in der Nähe zu Oberstaufen. Er besitzt gleichzeitig die größte Dominanz aller Allgäuer Berge, was bedeutet, dass in weitem Umkreis von mehreren Kilometern keine anderen Berge seine Höhe erreichen und die Aussicht dadurch nahezu uneingeschränkt ist. So sieht man vom Gipfel des Hochgrats kilometerweit in jegliche Himmelsrichtungen: Im Osten ist bei guten Sichtverhältnissen neben zahlreichen anderen Gipfeln die Zugspitze zu erkennen. Man überblickt große Teile Oberschwabens und bei klarer Sicht sieht man sogar das Ulmer Münster. Im Südwesten blickt man beispielsweise auf das markante Felsmassiv des Alpsteins mit dem Säntis sowie auf den gesamten Bodensee. Vor allem der Bodensee ist bei einer Sonnenuntergangstour in den Sommermonaten besonders beeindruckend, denn der glühende Feuerball versetzt das Schwäbische Meer in ein brennendes Lichterspektakel.

Wohlverdientes Feierabendradler auf dem Gipfel

 

Welche Story verbindet dich mit dem Berg?

Den Fuß des Hochgrats erreichen wir von unserem Wohnort aus in ungefähr zwanzig Minuten. Allein deswegen fällt die Wahl für viele unserer Wanderungen auf ihn. Sei es zum Sonnenaufgang, einfach mal zwischendurch kombiniert mit einigen weiteren Gipfeln der Nagelfluhkette oder für eine gemütliche Feierabendrunde. Im Sommer wie im Winter bietet er uns unzählige Möglichkeiten die umliegende Landschaft zu bestaunen und die grandiose Aussicht genießen zu können. Doch nicht nur seine Erreichbarkeit und Vielseitigkeit macht ihn für mich zu meinem „Lieblingsberg“. Der Hochgrat war mein erster „richtiger“ Berg, welchen ich nun vor fast drei Jahren das erste Mal bestiegen habe. Damals führte mich mein jetziger Partner, Mann meines Lebens, Seelenverwandter, bester Freund… bei unserem ersten „Date“ zum Gipfel, um gemeinsam den Sonnenuntergang anzusehen. Ziemlich kitschig denkt ihr euch jetzt? ? Auf keinen Fall! In meinen Augen kann es kein schöneres erstes Treffen geben. Diesen Tag und jeden weiteren Besuch auf dem Hochgrat werde ich nie vergessen.

Ohne Worte 🙂

 

Wie kommt man am besten zum oder auf den Berg?

Zu Fuß kannst du den Gipfel des Hochgrats nach knappen 900 Höhenmetern, die sich über sechs Kilometer erstrecken, von der Talstation der Hochgratbahn aus erreichen. Alternativ können Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, aber auch ca. 800 Höhenmeter mit der Hochgratbahn zurücklegen, um anschließend über nur noch einen kurzen Anstieg den Gipfel zu erklimmen. Aufgrund der Bergbahn und des dazugehörigen Restaurants ist der Hochgrat aber in den Ferienzeiten und an den Wochenenden sehr gut besucht. Dennoch findet man auch hier am frühen Morgen oder späten Abend seine ruhigen Minuten.

Blick vom Gipfel des Hochgrats in Richtung Westen. Im Hintergrund ist der Säntis gut zu erkennen.

Wählst du die sportliche Zu-Fuß-Variante, so hängt die Dauer der Tour stark von deiner Kondition ab. Beim letzten Hochgrat-Berglauf lag die Bestzeit bei etwas mehr als 36 Minuten. Gehst du im normalen Wandertempo, solltest du zwischen 1:45 und 2:30 Stunden einplanen, um vorbei an der Bergstation der Hochgratbahn auf den Gipfel zu gelangen. Empfehlenswert ist die Variante der Hochgratüberschreitung, bei welcher dich der Rückweg über die Brunnenauscharte zurück zur Talstation führt (oder andersherum). Wer bereits früh morgens unterwegs und gut in Form ist, dem kann ich die Nagelfluhkettenüberschreitung vom Hochgrat bis zum Mittag bei Immenstadt nur wärmstens empfehlen. Über zehn Gipfel musst du gehen (acht davon mit Gipfelkreuz markiert)… eine einzigartige und konditionell fordernde Bergtour von ungefähr sieben bis neun Stunden. Sie lässt landschaftlich keine Wünsche offen und ist durch das stete Auf und Ab von Gipfel zu Gipfel sehr abwechslungsreich. Zurück zur Talstation der Hochgratbahn geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Taxi.

Über Dich

Auch im Winter ist der Hochgrat  mit Schneeschuhen oder Tourenski super zu erreichen

Mein Name ist Julia und ich bin seit ungefähr drei Jahren vom „Bergfieber“ befallen ? Ich verbringe sowohl im Sommer als auch im Winter sehr viel Zeit in der Natur und in den Bergen, hauptsächlich im Allgäu, Vorarlberg und Tirol. Vor allem im Sommer sind mein Partner und ich zusätzlich sehr viel in den Schluchten Vorarlbergs und des Allgäus unterwegs, da wir eine Canyoning-Firma führen, Blue River Canyoning. Über alle meine Bergabenteuer berichte ich auf Instagram oder meiner Homepage Berggeflüster. Schaut doch gerne einmal vorbei und wer weiß – vielleicht sieht man sich ja einmal auf meinem Lieblingsberg!

 

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