Whistler Mountain | British Columbia

Whistler Panorama

Was ist dein Lieblingsberg?

Mein Lieblingsberg ist der Whistler Mountain. Er liegt in British Columbia, nahe der Westküste Kanadas. Zusammen mit dem Blackcomb-Peak bildet er das Skigebiet Whistler-Blackcomb, das bei den olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver als Austragungsort der Ski Alpin-Wettbewerbe bekannt wurde. Nach meiner sehr subjektiven Meinung ist Whistler-Blackcomb das beste Skigebiet der Welt.

Hier findet man eine wahnsinnige Vielfalt an Pisten und Schwierigkeitsgraden. Von weitläufigen grünen Pisten mit Panoramablick bis hin zu „Double Black Diamond“ (steil, glatt, buckelig, grandios) ist alles dabei. Das Skigebiet beschränkt sich aber nicht nur auf tolle Pisten, am schönsten sind die Gebiete außerhalb der befestigten Bereiche. Auf dem Whistler Mountain gibt es sogenannte „Bowls“, sprichwörtliche Schüsseln in denen sich der „Powder“ (also der frische Tiefschnee) sammelt. Und während man in den europäischen Alpen nicht so einfach den gesicherten Bereich verlassen kann und darf, gehört der Tiefschnee in Whistler ganz selbstverständlich zum Skigebiet. Man muss nur bereit sein, den verschneiten Berg selber raufzulaufen, denn zu den schönsten Stellen führen (zum Glück) keine Lifte.  Mein Favorit ist die Sun Bowl, in die man verschiedene Einstiegsstellen hat, jede andersartig und traumhaft.

 

Whistler Bergblick
Whistler Bergblick

Aber auch im Sommer ist der Whistler eine Reise wert. Sowohl auf dem Whistler als auch dem Blackcomb-Mountain kann man tolle Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden unternehmen, wobei die Gondeln einen schnellen Transport ins eigentliche Berggebiet ermöglichen. Eine schöne und deutlich ruhigere Alternative ist der benachbarte Rainbow Mountain. Eine wunderschöne Tageswanderung (16 km) führt z.B. zum Rainbow Lake (mit Blick auf Blackcomb und Wedgemount).

 

Rainbow Lake
Rainbow Lake

Welche Story verbindet dich mit dem Berg?

Der Whistler Mountain ist mein Lieblingsberg, weil ich im dortigen Skigebiet den besten Winter meines Lebens verbracht habe. Während meines Studiums habe ich ein Jahr in Vancouver studiert, und von Dezember bis April bin ich fast jedes Wochenende und die kompletten Ferien in Whistler Ski gefahren. Während ich vorher schon gerne Skigefahren bin, habe ich dort eine große Leidenschaft hierfür entwickelt.

Whistler Pistenpanorama
Whistler Pistenpanorama

Dazu beigetragen haben viele neue Freunde, die mir geholfen haben, diese neue Skiwelt zu erschließen. Meine tollen Austauschkollegen aus Österreich, die mir beigebracht haben, auch die steilsten Pisten zu meistern. Und meine Lieblings-Kanadier aus dem Skiclub, mit deren ortskundiger Hilfe ich mir die Tiefschneewelt erschlossen habe.

Und so bin ich an unzähligen Samstagen morgens um 6 Uhr losgefahren, um an „Powder Days“ als erste im Neuschnee von Whistler meine Spuren zu ziehen oder frühmorgens über frisch präparierte Pisten zu kurven. Überhaupt fühlt sich der Schnee in Whistler ganz anders an als in den Alpen. Ich finde ihn fluffiger. Auf jeden Fall ist er feuchter, wofür die Nähe zum Pazifik sorgt.

Meinen Lieblingsberg habe ich (leider leider!) seit 2002 nicht mehr besucht. Wie ihr sicher festgestellt habt, entsprechen die Fotos nicht dem üblichen Qualitätsstandard. Sie wurden damals mit meiner alten analogen Kompaktkamera aufgenommen und besitzen somit einen fast historischen Wert.

Whistler Tiefschnee
Whistler Tiefschnee

Wie kommt man am besten zum oder auf den Berg?

Leider ist die Anreise aus Europa ziemlich weit und aufwändig. Aus Europa erfolgt die Anreise mit dem Flugzeug nach Vancouver. Von dort fährt man mit dem Auto ca. 2,5 Stunden auf dem „Sea to Sky Highway“ nach Whistler. Als ich 2001/2002 dort war, war die Straße noch eng und schmal, und vor allem die abendliche Heimfahrt im Dunkeln hat an jeder Kurve für Adrenalin gesorgt. Im Zuge der Vorbereitung für die olympischen Spiele wurde die Straße aber sehr gut ausgebaut. In Whistler angekommen muss man sich dann noch für eine der Gondeln und Sessellifte entscheiden, und schwebt dem Skivergnügen entgegen.

Whistler Blackcomb Skigebiet

Noch eine große Neuerung gab es für den Winter 2010: Zu „meiner Zeit“ mussten wir uns jeden Morgen entscheiden, ob wir an dem Tag den Whistler Mountain oder den Blackcomb befahren wollten. Heute verbindet die „Peak-to-peak“ Gondola beide Berge, so dass problemlos gewechselt werden kann (muss aber nicht, jeder Berg hat genug zu bieten für einen Tag).

Über Dich

Andrea Winter 2018

Der Berg in seiner schönsten Form ist für mich weiß. Ich bin begeisterte Skifahrerin, vor allem wenn ich abseits der viel befahrenen Pisten die Ruhe der Winterlandschaft genießen kann. Im Sommer bin ich aber auch gerne zu Fuß in den Bergen unterwegs. Leider ist meine Heimatstadt Berlin sehr flach. Ich habe zwei kleine Töchter, die ich vom Skifahren bereits überzeugen konnte, am Wandern arbeiten wir noch. Gemeinsam mit meiner Schwester Bettina habe ich im Herbst 2017 Fjella gegründet, und versorge nun Bergliebhaber mit unseren Glücklichmachern. – Andrea

 

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Whistler Mountain